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Zürich – Kaum ruhige Momente für Einsatzkräfte von Schutz & Rettung

Symbolbild (Bildquelle: Schutz & Rettung ZH)

Für die Einsatzkräfte von Schutz & Rettung Zürich haben die Festtage einiges an Arbeit mit sich gebracht. Zwischen Heiligabend und dem Morgen des 1. Januars 2022 leisteten sie insgesamt 734 Einsätze auf dem Stadtgebiet. Die Silvesternacht war erwartungsgemäss die intensivste Phase.

Intensive Festtage für den Rettungsdienst

Die Einsatzkräfte der Sanität von Schutz & Rettung Zürich (SRZ) fanden über die Festtage kaum Zeit für gemütliches Beisammensein. Zwischen dem frühen Abend des 24. Dezembers 2021 und dem Morgen des 1. Januars 2022 rückte der Rettungsdienst rund 770 Mal aus, davon knapp 560 Mal auf dem Zürcher Stadtgebiet. Der Verlegungsdienst leistete in dieser Zeit zusätzlich gut 100 Sekundär-Einsätze.

Die in der Altjahreswoche erwartungsgemäss intensivste Zeit war erneut die Silvesternacht. Aufgrund von abgesagten Publikumsanlässen wurden viele kleinere Silvesterfeiern und dadurch ein erhöhter Bedarf an sanitätsdienstlichen Hilfeleistungen erwartet. Um die medizinische Versorgung gewährleisten zu können, wurden in der Wache Zentrum und in der Wache Triemli je zwei zusätzliche Rettungswagen bereitgestellt. Wie die Einsatzzahlen zeigen, erwies sich die Aufstockung der Fahrzeuge als richtig. Alleine in der Silvesternacht zwischen 16:00 Uhr und 6:00 Uhr leisteten die Rettungskräfte insgesamt 102 Einsätze.

Trotz den momentan noch immer geltenden Covid-Massnahmen stiegen die Einsatzzahlen des Rettungsdienstes während der Festtage um knapp 20% im Vergleich zum Vorjahr und waren damit beinahe auf dem Niveau von 2020 (812 Einsätze). Mit der Einhaltung der Sars-CoV-2-Schutzmassnahmen gestalteten sich jedoch auch dieses Jahr die Einsätze teilweise aufwendiger und länger, was eine intensive Festtagswoche für die Rettungskräfte der Sanität zur Folge hatte.

Sanitätsnotrufe über dem Vorjahres-Niveau

Während die Anzahl Feuerwehrnotrufe auf die Nummer 118 nicht an die Vorjahreszahlen der Altjahreswoche herankam, empfing die Einsatzleitzentrale (ELZ) von SRZ mehr Meldungen auf dem Sanitätsnotruf 144. So erreichten die ELZ zwischen Heiligabend und dem Neujahrsmorgen gut 400 Feuerwehrnotrufe (-15% zum Jahr zuvor) für den Kanton Zürich, während sie in der gleichen Zeitspanne gut 2400 Sanitätsnotrufe (+7%) für die Kantone Zürich, Schaffhausen, Schwyz und Zug entgegennahm.

Die meisten Einsätze wurden der Erwartung entsprechend zwischen dem Silvesterabend und dem Neujahrsmorgen bearbeitet. So wurden alleine in diesen knapp zwölf Stunden fast 400 Einsätze für Sanität und Feuerwehr disponiert. Um diese zusätzliche Arbeit rasch abwickeln zu können, wurden auch in der ELZ mit zwei Calltakerinnen und einem Disponenten zusätzliche Mitarbeitende für den Jahreswechsel aufgeboten.

Brandmeldeanlagen halten die Berufsfeuerwehr auf Trab

Auch die Berufsfeuerwehr erlebte über die Festtage nur wenige ruhige, glücklicherweise aber auch wenige brenzlige Momente. In der Stadt Zürich leistete Sie zwischen Heiligabend und dem Neujahrsmorgen 85 Einsätze. Dabei mussten die Einsatzkräfte primär zu ausgelösten Brandmeldeanlagen ausrücken. Brände gab es auf dem Stadtgebiet nur wenige zu verzeichnen: Neben einem Tumblerbrand in einem Mehrfamilienhaus und einigen Rauchentwicklungen zwischen den Feiertagen gab es in der Silvesternacht zusätzlich ein halbes Duzend brennender Container oder Abfalleimer zu löschen.

Zu einem Vollbrand musste die Feuerwehr von SRZ dennoch ausrücken, als sie in der Nacht auf den 1. Januar 2022 die Ortsfeuerwehr Erlenbach bei einem Dachstockbrand als Stützpunktfeuerwehr unterstützte. Dafür wurden Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Milizfeuerwehren der Kompanien Süd und Ost aufgeboten. Ebenfalls vor Ort waren zwei Rettungswagen sowie der Notarzt von SRZ.

Quelle: Schutz & Rettung Zürich