Grosser St. Bernhard VS – Behinderungen durch Sanierungsarbeiten
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Die A21 zwischen Liddes und Bourg-Saint-Pierre wird saniert. (Bildquelle: Astra)
Am Grossen St. Bernhard werden die Sanierungsarbeiten nach der Winterpause fortgesetzt. Der Verkehr wird teilweise einspurig geführt und durch Lichtsignale geregelt.
A21 Grosser St. Bernhard: Wiederaufnahme der Sanierungsarbeiten nach Ostern
Die Sanierung der Achse Grosser St. Bernhard wird fortgesetzt. Ab dem 6. April nimmt das Bundesamt für Strassen (ASTRA) die Bauarbeiten zwischen Liddes und Bourg-Saint-Pierre sowie in der Galerie des Toules wieder auf. Ziel ist es, die Verfügbarkeit der Strasse und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden weiterhin zu gewährleisten.
Seit der Übernahme der Strasse des Grossen St. Bernhard durch den Bund im Jahr 2020 hat das ASTRA bereits mehrere Arbeiten entlang der Strecke durchgeführt und jährlich mehrere Millionen Franken investiert. Nach der Winterpause werden die umfangreichen Arbeiten nun fortgesetzt.
Sanierung der Kunstbauten zwischen Liddes und Bourg-Saint-Pierre
Entlang der Achse Grosser St. Bernhard hat das ASTRA rund 30 Kunstbauten (Brücken, Über- und Unterführungen, Stützmauern) identifiziert, die prioritär saniert werden müssen. Erste Arbeiten wurden bereits im vergangenen Jahr ausgeführt und betrafen drei Bauwerke oberhalb von Liddes, darunter die Palasuit-Brücke über den gleichnamigen Bach sowie die Brücke und Stützmauer Tornafou.
Im Jahr 2026 werden die Arbeiten mit Fertigstellungsarbeiten sowie der vollständigen Sanierung von vier Stützmauern im gleichen Abschnitt fortgesetzt. Weitere Bauwerke in diesem Bereich werden in den kommenden Jahren saniert.
Aufgrund des begrenzten Platzangebots ist es nicht möglich, während der Bauarbeiten zwei Fahrspuren aufrechtzuerhalten. Der Verkehr wird daher auf einer Spur mittels Lichtsignalanlage über mehrere hundert Meter geregelt.
Bei starkem Verkehrsaufkommen – etwa an Auffahrt, Pfingsten sowie zu Beginn und Ende der Ferien – wird der Verkehr zusätzlich durch Verkehrsdienst geregelt, um Wartezeiten und Rückstaus zu reduzieren.
Für bergauf fahrende Velofahrende wurde ein Druckknopf mit Lichtsignal installiert. Durch Betätigung wird die Grünphase verlängert, sodass sie die Baustelle sicher passieren können.
Die Bauarbeiten sowie die Verkehrsführung auf einer Spur beginnen am 6. April und dauern bis Dezember.

Im Bereich der Galerie des Toules werden weitere Schutzmassnahmen gegen Steinschlag installiert. (Bildquelle: Astra)
Steinschlagschutz bei der Galerie des Toules
Der letzte Abschnitt der Nationalstrasse vor dem Tunnel des Grossen St. Bernhard verläuft über fünf Kilometer durch die Galerie des Toules. Die in den 1960er-Jahren erstellte Galerie muss an mehreren Stellen saniert werden.
Eine erste Phase zwischen 2022 und 2024 umfasste bereits die Sanierung eines Teils der Pfeiler. Die Arbeiten werden in den kommenden Jahren fortgesetzt.
In diesem Jahr verstärkt das ASTRA den Schutz vor Steinschlag. Entlang des Abschnitts werden verschiedene potenzielle Steinschlagbereiche mit Massnahmen wie Netzen und Verankerungen gesichert.
Die Arbeiten finden oberhalb der Galerie statt und beeinträchtigen den Verkehr grundsätzlich nicht. Dieser bleibt zweispurig. Allerdings wird die Geschwindigkeit im Bereich der Baustellen reduziert, und es kann punktuell zu kurzfristigen Sperrungen kommen, damit Baustellenfahrzeuge ein- und ausfahren können.
Die Arbeiten beginnen am 6. April und dauern bis November.
Info-Webseite und Newsletter
Unter diesem Link können sich Interessierte über die Bauarbeiten und deren Auswirkungen auf den Verkehr informieren. Zudem besteht die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren.
Kostendeckung
Die Kosten werden vollständig durch den Fonds für Nationalstrassen und Agglomerationsverkehr (NAF/FORTA) gedeckt. Dieser finanziert sämtliche Bau-, Betriebs- und Unterhaltskosten der Nationalstrassen. Zusätzlich beteiligt er sich an Projekten im Agglomerationsverkehr (Strassen, Velowege, Fusswege, Bus- und Schienenverkehr).
Die Einnahmen stammen hauptsächlich aus dem Mineralölsteuerzuschlag (im Treibstoffpreis enthalten), der Automobilsteuer sowie der Autobahnvignette. Der Fonds wird somit vollständig durch die Nutzerinnen und Nutzer finanziert.
Quelle der Nachricht: ASTRA


