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Zollbilanz 2025 – Rekord bei Drogen und Zigarettenschmuggel

18.03.2026 | 09:41

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Zollbilanz 2025 – Rekord bei Drogen und Zigarettenschmuggel

(Symbolbild) (Bildquelle: BAZG)

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit hat 2025 deutlich mehr Drogen und geschmuggelte Zigaretten sichergestellt. Gleichzeitig gingen die Fälle irregulärer Migration zurück, während die Einnahmen leicht sanken.

Das BAZG hat 2025 insgesamt rund 1,6 Millionen geschmuggelte Zigaretten festgestellt – deutlich mehr als im Vorjahr (2024: 950'000) und doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. Davon wurden rund 1,3 Millionen Zigaretten im Flugverkehr in die Schweiz geschmuggelt und rund 300'000 Zigaretten im Strassenverkehr. Etwa zwei Drittel der Zigaretten im Flugverkehr wurden am Flughafen Genf sichergestellt, in Zürich etwas weniger als ein Drittel, in Basel der kleinste Teil.
Diese Verteilung dürfte darauf zurückzuführen sein, dass viele der Zigaretten aus dem Flugverkehr weiter nach Frankreich geschmuggelt werden sollten. Die Zigaretten im Strassenverkehr hingegen waren vorwiegend für den Schweizer Markt bestimmt und wurden in der Regel an der Ost- und an der Südgrenze festgestellt.
Zigaretten werden meistens von Einzelpersonen in die Schweiz geschmuggelt, im Auftrag von grösseren, internationalen Netzwerken. Dabei sollen günstig gekaufte oder produzierte Produkte ohne Entrichtung von Zöllen und Einfuhrsteuern zu höheren Preisen verkauft werden.
Die Strafverfolgung im Bereich des Zigarettenschmuggels schützt die Konsumenten vor zusätzlichen Gesundheitsrisiken, gleichzeitig aber auch den Staat vor kriminellen Organisationen und Gruppierungen, welche systematisch Steuern und Abgaben hinterziehen.Zigaretten werden meistens von Einzelpersonen in die Schweiz geschmuggelt, im Auftrag von grösseren, internationalen Netzwerken.
Dabei sollen günstig gekaufte oder produzierte Produkte ohne Entrichtung von Zöllen und Einfuhrsteuern zu höheren Preisen verkauft werden. Die Strafverfolgung im Bereich des Zigarettenschmuggels schützt die Konsumenten vor zusätzlichen Gesundheitsrisiken, gleichzeitig aber auch den Staat vor kriminellen Organisationen und Gruppierungen, welche systematisch Steuern und Abgaben hinterziehen.
Zollbilanz 2025 – Rekord bei Drogen und Zigarettenschmuggel

(Symbolbild) (Bildquelle: BAZG)

Leichter Rückgang bei den Einnahmen

Im Jahr 2025 hat das BAZG rund 23,4 Milliarden Franken eingenommen, dieser Wert liegt leicht unter den Einnahmen aus dem Vorjahr (2024: 23,7 Milliarden Franken). Mit diesen Einnahmen aus verschiedenen Steuern und Abgaben, darunter etwa der Mehrwertsteuer und der Mineralölsteuer, trägt das BAZG zu rund einem Drittel der gesamten Bundeseinnahmen bei.

Weitere Zunahme bei den Zollanmeldungen im Handelswarenverkehr

Im Handelswarenverkehr hat das BAZG im Jahr 2025 insgesamt 72,8 Millionen Zollanmeldungen erfasst. Zugenommen haben insbesondere wieder die Einfuhren (2025: 61,2 Millionen / 2024: 58,2 Millionen), was auf den anhaltenden Boom im Online-Handel mit Einzellieferungen für Private zurückzuführen ist. Diese Entwicklung zeigt sich auch anhand der erneut gestiegenen Feststellungen von Sendungen mit gefälschten Markenartikeln im Handelswarenverkehr (2025: 11’467 / 2024: 8'318).

Mehr Betäubungsmittel, Medikamente und Dopingmittel

Im Bereich der Betäubungsmittel verzeichnete das BAZG deutlich mehr Aufgriffe als im Vorjahr: So wurde fast viermal so viel Marihuana sichergestellt (2025: 4'235 Kilo / 2024: 1'104 Kilo). Vervielfacht hat sich die Menge sichergestellter Designerdrogen (2025: 2'415 Kilo / 2024: 175 Kilo), dies insbesondere aufgrund eines einzelnen Aufgriffs von mehr als 2'000 Kilo von sogenannten «THC-Edibles», also Esswaren mit voll- oder halbsynthetischen Cannabinoiden. Zudem wurde mehr Kokain (2025: 356 Kilo / 2024: 272 Kilo) und Heroin (2025: 26 Kilo / 2024: 12 Kilo) sichergestellt, aber weniger Amphetamine und Methamphetamine (2025: 5 Kilo / 2024: 44 Kilo).
In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic stellt das BAZG zudem illegale Arzneimittel sicher. Die 6’647 sichergestellten Sendungen lie-gen über der Anzahl des Vorjahres (5’668 Sendungen). Über die Hälfte der beschlagnahmten Medikamente gelangten über Drehscheiben in West- und Osteuropa in die Schweiz, etwa ein Fünftel aus Indien. Zudem wurden auch etwas mehr Dopingmittel angehalten als noch im Vorjahr (2025: 1'194 Sendungen / 2024: 1’087 Sendungen).
Zollbilanz 2025 – Rekord bei Drogen und Zigarettenschmuggel

(Symbolbild) (Bildquelle: BAZG)

Deutlich mehr QuickZoll-Anmeldungen und E-Vignetten

Im Bereich der digitalen Dienstleistungsangebote sind Nachfrage und Nutzung erneut stark gestiegen: Bei «QuickZoll», der Verzollungs-App für Private, wurden deutlich mehr Anmeldungen (2025: 192’492 / 2024: 83'970) und Umsatz (2025: 13,2 Millionen Franken / 2024: 8,5 Millionen Franken) verzeichnet. Bei «Activ», der Handelswaren-App für Speditions- und Transportunternehmen, wurden mehr Aktivierungen von Zollanmeldungen (2025: 496'314 / 2024: 421'616) registriert.
Auch die E-Vignette erfreut sich wachsender Beliebtheit: 2025 wurden insgesamt rund 4,9 Millionen E-Vignetten verkauft, was rund 45 Prozent aller verkauften Autobahnvignetten entspricht (2024: 3,8 Millionen E-Vignetten mit einem Anteil von 35 Prozent).

Tiefere Zahlen im Bereich der irregulären Migration

Das BAZG hat im Jahr 2025 insgesamt 14’577 Fälle von rechtswidrigen Aufenthalten festgestellt. Das entspricht rund der Hälfte der im Vorjahr registrierten Fälle (2024: 29’459). Die meisten irregulären Migrantinnen und Migranten waren Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit (1’933), gefolgt von Personen aus Afghanistan (1’842) und Marokko (1’174). In 182 Fällen hatte das BAZG der jeweils zuständigen Behörde einen Verdacht auf Schleppertätigkeiten gemeldet oder angezeigt (2024: 280).
Quelle der Nachricht: BAZG

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