Bei Sanierungsarbeiten auf dem Flachdach eines grossen Bürogebäudes brach heute Morgen ein Brand aus. Ein Grossaufgebot der Feuerwehr konnte diesen löschen. Ein Mann wurde leicht verletzt. Der Sachschaden ist beträchtlich.
Vom Brand betroffen war ein sechsstöckiges Bürogebäude
an der Bahnhofstrasse in Aarau. Auf dessen Flachdach
waren Arbeiter am Dienstagmorgen, 17. Juli 2018, damit
beschäftigt, Dachpappe zu verschweissen. Bei diesen
Arbeiten mit offener Flamme geriet Isolationsmaterial in
Brand. Vergeblich bekämpften die Angestellten die Flammen
mit Feuerlöschern und mussten sich danach zurückziehen.
In Kürze brannte das Isolationsmaterial dann lichterloh.
Mit einem Grossaufgebot rückten die Feuerwehren Aarau,
Buchs und Suhr an und drangen über die Treppenhäuser
sowie und über eine Autodrehleiter zum Brandherd vor.
Rasch gelang es, die weitere Ausbreitung der Flammen zu
verhindern. Da ein Oberlicht einbrach, drang Hitze und
Rauch ins Innere des Gebäudes, was die Löschkräfte vor
weitere Herausforderungen stellte. Der Brand war dann
gegen 12.15 Uhr vollständig gelöscht.
Die vielen Personen, die in den Büros an der Arbeit waren,
konnten das Gebäude geordnet verlassen und blieben
unversehrt.
Ein 37-jähriger Arbeiter atmete beim Löschversuch Rauch
ein und klagte anschliessend über Beschwerden. Eine
Ambulanz brachte ihn zur Kontrolle ins Spital. Die Sanität
betreute vor Ort zudem mehrere Feuerwehrleute, die
aufgrund der Hitze Erschöpfungserscheinungen zeigten.
Nach ersten Schätzungen richtete der Brand einen Schaden
in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken an.
Als Brandursache steht eine Fahrlässigkeit bei der
Ausführung der Sanierungsarbeiten im Vordergrund. Die
Kantonspolizei Aargau muss die genauen Umstände noch
klären.
Für die Dauer der Löscharbeiten mussten zwei der drei
Fahrstreifen der Bahnhofstrasse gesperrt werden. Dadurch
bildete sich ein langer Stau, der weit über die Innenstadt
hinausreichte.


