Dank klarer Ausrichtung und polizeilicher Schwerpunktbildung blieb die Anzahl der registrierten Einbruchdiebstähle stabil. Im Wohnbereich konnte eine Abnahme von 20 Prozent erzielt werden. Im Strassenverkehr sank die Anzahl der Verkehrsunfälle gegenüber dem Vorjahr leicht. Die Verkehrssicherheit auf Aargauer Strassen bleibt jedoch hoch.
Höhere Aufklärungsquote bei Einbruchdiebstählen
Die konsequente Schwerpunktbildung in der Bekämpfung
der Einbruchskriminalität zeigte Wirkung. Die registrierten
Einbruchsdelikte im Wohnbereich gingen im vergangenen
Jahr mit einem deutlichen Wert von über 20 Prozent zurück.
Die Gesamtzahl der Einbrüche ist nur geringfügig
gestiegen. Konkret entsprechen die im Berichtsjahr
registrierten 1'542 Einbruchdiebstähle einer Zunahme um
1,3 Prozent Prozent oder 20 Delikte gegenüber 2017. Die
Kantonspolizei Aargau konnte die Aufklärungsquote
gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 19,1 Prozent steigern.
Die Kantonspolizei verfolgt weiterhin die Absicht, mit einer
lagegerechten Präsenz und einem hohen Kontrolldruck rund
um die Uhr Einbruchsdelikte zu verhindern.
Sämtliche zwölf Tötungsdelikte geklärt
Im Jahr 2018 verzeichnete die Kantonspolizei sechs
vollendete und sechs unvollendete Tötungsdelikte, alle
konnten aufgeklärt werden.
Die Gewaltdelikte nahmen gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent
zu. So zählte die Kantonspolizei 2'393 Gewaltstraftaten,
wobei die Aufklärungsquote bei 90 Prozent lag. Die
Veränderung ist zu einem grossen Teil auf Tätlichkeiten im
nahen sozialen Umfeld zurückzuführen. Stark erhöht sind
die gemeldeten Erpressungen (Zunahme um über 300 %),
bedingt durch die gestiegene Anzahl von Sextortion-Fällen
via Soziale Netzwerke.
Die Raubdelikte befanden sich im Durchschnitt der letzten
Jahre. Deren Anzahl stieg auf 42 (Vorjahr: 38).
Bei den Raubdelikten wurden in 45,2 Prozent der Fälle
Körpergewalt angewendet. Es konnten über 57 Prozent der Fälle
aufgeklärt werden.
Die Gesamtstatistik der Straftaten gemäss
Strafgesetzbuch (StGB) ist gegenüber dem Vorjahr
leicht angestiegen, kann aber als stabil bezeichnet
werden. Bei 25'078 erfassten Straftaten konnte die
Aufklärungsquote auf 46,2 Prozent (Vorjahr: 44,6 %) gesteigert
werden.
Aargauer Strassen im nationale und internationalen Vergleich sehr sicher
Die Zahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle sank
leicht auf 2'360. Diese Zahl bewegt sich immer noch
plus/minus im Bereich der tiefen Werte der Vorjahre. Die
Zahl der Verkehrstoten sank leicht von 17 auf 16. Die Gesamtzahl der schweren Personenschäden betrug 224. Dies bedeutet nach 2017 einen ähnlichen, tiefen Wert.
Die drei Hauptunfallursachen sind Missachtung des
Vortrittsrechts, Nichtanpassen der Geschwindigkeit und
Unaufmerksamkeit.
Rund ein Drittel der schwergeschädigten Personen lenkten
ein Fahrrad oder ein E-Bike. Bei Fussgängern und
Motorradfahrern blieb die Unfallhäufigkeit stabil.
Nach einem mehrjährigen Rückgang der Widerhandlungen
beim Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss war ein
Anstieg feststellbar.
Zahlen und Fakten
2'000 Mal rückten die Polizeikräfte im Jahr 2018 an Fälle
von Häuslicher Gewalt aus. Dies entspricht ungefähr dem
Vorjahreswert. Dank intensiven Verkehrs- und
Personenkontrollen konnten im vergangenen Jahr über
1'903 Festnahmen erreicht werden.


