In der Adventszeit erlebt die Saison für Dämmerungseinbrecher ihren Höhepunkt. Gestern nahmen Polizei und Grenzwache gleich sechs mutmassliche Einbrecher fest. Gleichzeitig verzeichnet die Polizei viele Wohnungseinbrüche. Wachsamkeit ist gefragt!
Einem Polizisten, der privat unterwegs war, stach am
Dienstagnachmittag, 10. Dezember 2019, in Windisch ein
Audi mit französischen Kontrollschildern ins Auge. Darin
sassen drei junge Frauen, die ihm verdächtig schienen. Eine
Patrouille der Regionalpolizei Brugg stoppte den Wagen
wenig später.
Die vertiefte Überprüfung der Insassinnen
anhand der Fingerabdrücke zeigte, dass zwei von ihnen
wegen Einbruchs im Fahndungssystem zur Verhaftung
ausgeschrieben waren. Zudem war eine von ihnen mit
Einreisesperre belegt. Im Auto fand die Polizei Einbruchsutensilien und Diebesgut,
welches von Einbrüchen stammen dürfte.
Die Kantonspolizei Aargau nahm die drei mutmasslichen
Kriminaltouristinnen für weitere Ermittlungen fest. Es handelt
sich um zwei Serbinnen und eine Kroatin im Alter von 18, 19
und 23 Jahren.
Durch Grenzwache gefasst
Ebenfalls am Dienstagnachmittag kontrollierte eine mobile
Patrouille der Schweizer Grenzwache in Kaiserstuhl einen
Schweizer Mietwagen, der mit drei Kolumbianer im Alter von
31, 37 und 43 Jahren besetzt war. Abklärungen zeigten
bald, dass einer von ihnen im Fahndungsregister zur
Verhaftung ausgeschrieben war. Zudem war einer wegen
Einbruchdiebstahls polizeibekannt.
Obendrein stiessen die
Grenzwächter im Auto auf Einbruchsutensilien. Die
mutmasslichen Kriminaltouristen wurden anschliessend der
Kantonspolizei übergeben, welche sie für weitere
Ermittlungen festnahm.
Erhöhte Aktivität von Einbrechern
Die aktuellen Einbruchszahlen bestätigen die polizeilichen
Erfahrungen, dass die Saison der Dämmerungseinbrüche in
der Adventszeit nochmals einen Höhepunkt erlebt, um dann
nach den Festtagen abzuflauen. So verzeichnete die
Kantonspolizei Aargau allein gestern Dienstag zehn
Wohnungseinbrüche. Deren geografischer Schwerpunkt
liegt im unteren Fricktal, das bisher in diesem Herbst eher
verschont geblieben ist.
Noch ist unklar, ob von diesen
Einbrüchen welche auf das Konto der gestern
Festgenommenen gehen. Die Tatsache, dass sich die
Tatzeit bei mehreren Delikten eindeutig nach der Festnahme
eingrenzen lässt, zeigt, dass eine andere Täterschaft am
Werk war.
Die Kantonspolizei Aargau mahnt nochmals zu einer
erhöhten Wachsamkeit. Ein wichtiger Ratschlag lautet, das
Licht so zu steuern, dass das Haus oder die Wohnung ab
der Dämmerung beleuchtet ist.


