Basel BS - Beteiligte der gewalttätigen Auseinandersetzungen gesucht
Staatsanwaltschaft Basel-Stadt
Im Zuge der bewilligten Kundgebung vor einem Jahr in Basel kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Staatsanwaltschaft ruft Beteiligte auf, sich zu melden.
Am 24.11.2018 fand eine bewilligte Kundgebung gegen den europäischen Migrationspakt auf
dem Messeplatz statt. In verschiedenen sozialen Medien wurde dazu aufgerufen, nach Basel zu
kommen. Gegner dieser Kundgebung riefen ebenfalls in sozialen Medien dazu auf, diese
Kundgebung nötigenfalls auch mit Gewalt zu verhindern. Aus diesem Grund war die Polizei mit
einem grösseren Aufgebot vor Ort, da mit mehreren hundert Demonstrierenden gerechnet
werden musste.
Trotzdem kam es in der Folge auf dem Messeplatz zu mehreren gewalttätigen Übergriffen auf die
Teilnehmer der bewilligten Kundgebung sowie auf die Polizei. Dabei wurden 2 Polizisten und 5
Teilnehmer der bewilligten Demonstration verletzt und es kam zu diversen Sachbeschädigungen.
33 Personen ermittelt
Im Rahmen aufwändiger Abklärungen konnten zwischenzeitlich insgesamt 31 Erwachsene und 2 Jugendliche ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft bzw. die Jugendanwaltschaft führen
verschiedene Verfahren wegen Verdachts des Angriffs, des Landfriedensbruchs, der
Körperverletzung, der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, der Nötigung sowie der
Störung des öffentlichen Verkehrs. Zudem wurde ein Verfahren wegen Verdachts der
Rassendiskriminierung eingeleitet.
Trotz intensiven Ermittlungen konnten 22 weitere Tatverdächtige wegen Verdachts des Angriffs,
des Landfriedensbruchs, der Körperverletzung, der Gewalt und Drohung gegen Behörden und
Beamte, der Nötigung sowie der Störung des öffentlichen Verkehrs noch nicht identifiziert
werden.
Gestützt auf das Dreistufenmodell der SSK1, werden diejenigen Personen, welche an den
gewalttätigen Auseinandersetzungen beteiligt waren, mit dieser Medienmitteilung aufgefordert,
sich bei der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft zu melden. Sofern die Gesuchten nicht
ermittelt werden können, werden in einer zweiten Phase die verpixelten Fotos der
Tatverdächtigen zu Fahndungszwecken veröffentlicht. In einem dritten Schritt werden die Fotos
der mutmasslichen Täter vollumfänglich publiziert.
Zeugenaufruf
Personen, die weitere Hinweise geben können, werden ersucht, sich bei der Staatsanwaltschaft
in Basel, Tel. 061 267 71 11, oder bei der nächsten Polizeiwache zu melden.


