Erneut kam es zu einem Betrugsfall mit falschen Polizisten. Mehrmals warnte die Staatsanwaltschaft vor dieser Betrugsmasche.
Im vorliegenden Falle wurde am 15.11.2019 eine 83-jährige Rentnerin mehrmals von einer
"Kriminalpolizistin" angerufen, welche ihr mitteilte, dass ihr Vermögen nicht mehr sicher sei. Eine
ältere Frau sei überfallen worden und man brauche ihre Hilfe, um die Täter festnehmen zu
können. Die 83-Jährige wurde unter Druck gesetzt, sodass sie sich zu ihrer Bank begab und 30'000 Franken abheben wollte. Die Bankangestellte erkundigte sich bei der Frau über den Grund des
hohen Bargeldbezuges. Als diese ihr erklärte, dass die "Kriminalpolizei" sie angewiesen habe,
das Geld zu holen, wurde die Polizei verständigt.
Zwischenzeitlich erhielt die 83-Jährige weitere Telefonanrufe, in welchen sie von der
"Kriminalpolizistin" aufgefordert wurde, mit einem Taxi nach Bottmingen zu fahren und dort das
Geld einem "Kriminaltechniker" zu übergeben. Im Laufe des Nachmittags konnte der
"Kriminaltechniker" in einer gemeinsamen Aktion der Kantonspolizei Basel-Stadt und der PolizeiBasel-Landschaft festgenommen werden. Dabei stellte sich heraus, dass der mutmassliche Täter
bereits 20'000 Franken mit sich führte, welche offensichtlich von einem gleichgelagerten Fall im
Kanton Basel-Landschaft stammten.
Das Zwangsmassnahmengericht verfügte zwischenzeitlich gegen den 30-jährigen Deutschen
Untersuchungshaft.
Allgemeines Vorgehen der Täter
Die Täter geben sich als Polizist oder als Kriminalbeamtin aus. Die oft Hochdeutsch sprechenden
Anrufer nehmen über eine gefälschte Rufnummer
eine Verbindung mit den potentiellen Opfern
auf. Auf dem Telefondisplay erscheint eine offizielle Amtsnummer, so z.B. diejenige einer
Polizeiwache oder einer Behörde.
In der Folge teilen die Betrüger mit, dass die auf Banken
deponierten Vermögen nicht mehr sicher seien und man deshalb das Geld abheben und zu sich
nach Hause nehmen soll. Anschliessend werden zivile Polizeibeamte am Wohnort
vorbeikommen, um das Bargeld, den Schmuck sowie weitere Wertsachen in Verwahrung zu
nehmen und an einem sicheren Ort zu deponieren.
Die Täter fordern ihre potentiellen Opfer
wiederholt auch auf, das Geld aus Gründen der Sicherheit persönlich in eine andere Stadt oder
ins Ausland zu bringen und dort einem "Polizisten" zu übergeben bzw. an einem unauffälligen Ort
zu hinterlegen. Zudem werden auch Personen von falschen Polizisten in Angst und Schrecken
versetzt, weil angeblich bewaffnete Einbrecher unterwegs seien, um das am Wohnort
aufbewahrte Geld zu stehlen.
Hinweise der Staatsanwaltschaft
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Die Polizei fordert nicht auf, Geld bei einer Bank bzw. einem Finanzinstitut abzuheben
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Ebenso wenig fordert die Polizei auf, Geld aus Gründen der Sicherheit in einen anderen Kanton bzw. ins Ausland zu bringen
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Die Polizei verlangt nicht, dass man ihr Geld oder Schmuck bzw. weitere Wertgegenstände aushändigt
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Haben Sie geringste Zweifel, ob es sich um echte Polizisten handelt, nehmen Sie unverzüglich über Notruf 117 mit der Kantonspolizei Kontakt auf.
Empfehlungen der Staatsanwaltschaft
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Seien Sie misstrauisch gegenüber unbekannten Anrufern oder fremden Personen, die sie auf der Strasse ansprechen
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Werden Sie von verdächtigen Personen oder vermeintlichen Angehörigen (Enkeltrickbetrug) kontaktiert, so informieren Sie unverzüglich die Polizei über die Notrufnummer 117
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Gewähren Sie keinen fremden Personen Zutritt zu Ihrer Wohnung bzw. zu Ihrem Haus
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Geben Sie keinerlei Auskünfte über Ihre Vermögenssituation bzw. über vorhandenes Geld, Schmuck und Wertsachen
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Bewahren sie keine grösseren Geldbeträge Zuhause auf
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Geben Sie keine Auskunft, ob Sie alleine wohnen
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Geben Sie keine Auskünfte über Ihr Alter, Zivilstand, Beruf und Gesundheitszustand
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Geben Sie keine Kreditkartennummern, Pin Code, Passwörter und Bankkartennummern bekannt
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Gewähren Sie keinen Unbekannten (Fremd-) Zugriff auf Ihren PC oder Ihr Smartphone
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Sollte sich jemand als Polizist oder Kriminalbeamtin ausgeben und sie auffordern, Geld bei einer Bank bzw. einem Finanzinstitut abzuheben und dieses aus Gründen der Sicherheit zivilen Beamten zu übergeben, so verständigen Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 117
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Sollten Sie Opfer einer dieser Betrugsmaschen (falsche Polizisten, Enkeltrick etc.) geworden sein, so kontaktieren sie unverzüglich die Polizei.


