In Pordenone (IT) rutschte ein Bergsteiger aus und fiel 200 Meter in die Tiefe. Bei der Bergung wurde eine weitere Leiche entdeckt.
Sie starben ein paar hundert Meter entfernt, entlang der gleichen Hochgebirgsstrasse, in sehr kurzem Zeitabstand. Es handelt sich um zwei friaulische Wanderer, die aus einer Höhe von nicht weniger als 200 Metern stürzten, als sie dem Alta via dei Rondoi gegenüberstanden, einem eingerichteten Weg, der die fünf Gipfel des Piancavallo (Pordenone) verbindet.
Der Notruf wurde gegen 13:00 Uhr ausgelöst: Ein 45-jähriger Mann aus San Giorgio di Nogaro (Udine) war unter den Augen einiger seiner Wanderkameraden abgestürzt. Die Gruppe, bestehend aus einem halben Dutzend Wanderern, war früh am Morgen zur Cima dei Furlani hinaufgestiegen und wollte in Richtung der gleichnamigen Forcella hinab steigen, als der Bergsteiger auf einer Querstrecke in 2000 Meter Höhe den Halt verlor.
Freunde erzählten den Carabinieri, dass das Opfer plötzlich ausrutschte, ohne dass einer der Anwesenden die geringste Chance hatte zu reagieren. Unmittelbar nach der Ankunft des 112-Hubschraubers, der über das Gebiet flog, um die Absturzstelle zu lokalisieren.
Während dieser Aktion, wurde ein zweiter Wanderer absolut zufällig bemerkt, der hilflos im Schnee lag, etwa dreihundert Meter Luftlinie vom Ort der ersten Vermisstenanzeige entfernt. Der Notarzt kam sofort um Erste Hilfe zu leisten, aber er konnte nur den Tod feststellen. Das Opfer ist ein 50-jähriger Mann aus Porcia (Pordenone), der heute Morgen auf die Gipfel geklettert war, ohne den Angehörigen mitzuteilen das er diesen erkunden wollte.
Da es keine Zeugen gab, suchte ihn niemand mehr, denn seine Verwandten warteten nur darauf, dass er am Abend zurückkehrte. An Hand der Spuren auf Schnee und Eis und den ersten Erkenntnissen des Leichenbeschauer wird angenommen, dass der Unfall am späten Morgen passiert sein muss. Das Rettungspersonal, das versuchte den zweiten Wanderer wiederzubeleben, stieg sofort in den Helikopter ein und erreichte in wenigen Augenblicken das Opfer des ersten Sturzes, für den der Notruf eingegangen war. Auch hier konnte nur noch der Tod festgestellt werden.

