Am Dienstagabend ist es in Bern zu einer unbewilligten Demonstration gekommen. Als die Teilnehmenden im Bereich der diplomatischen Vertretungen in der Elfenau trotz vorgängiger Ansprache polizeiliche Absperrungen missachteten, mussten kurzzeitig Mittel eingesetzt werden. Wegen des Demonstrationsumzugs kam es zwischenzeitlich zu Verkehrsbehinderungen.
Am Dienstagabend, 29. Oktober 2019, hat in Bern eine unbewilligte Demonstration
stattgefunden. Gestützt auf entsprechende Aufrufe auf einschlägigen Portalen
versammelten sich um 17.00 Uhr mehrere Personen mit Velos beim Helvetiaplatz und
formierten sich zu einem Umzug. Die Kantonspolizei Bern stand mit einem Dispositiv
im Einsatz und versuchte vorgängig, mit den Teilnehmenden Kontakt aufzunehmen.
Da sich vor Ort jedoch niemand verantwortlich zeigte, war eine Absprache betreffend
die geplante Route beziehungsweise die entsprechenden Absichten nicht möglich.
Gestützt auf die vor zwei Wochen im Rahmen einer bewilligten Demonstration
erfolgten Ausschreitungen und Sachbeschädigungen an Privatliegenschaften waren die Einsatzkräfte auch im
Botschaftsquartier mit Blick auf die Sicherheit präsent.
Der Umzug setzte sich denn auch via Burgernziel und Muristrasse in Richtung der
diplomatischen Vertretungen in der Elfenau in Bewegung. Dabei kam es zeitweise zu
Verkehrsbehinderungen. Im Bereich der Verzweigung
Brunnadernstrasse/Lombachweg missachteten die Teilnehmenden eine
Polizeiabsperrung und versuchten, in Richtung der Absperrung auf dem Lombachweg
vorzudringen. Daraufhin mussten die Einsatzkräfte nach vorgängiger Ansprache
kurzzeitig Gummischrot und den Wasserwerfer einsetzen. Verletzt wurde nach
aktuellem Kenntnisstand niemand.
Die Teilnehmenden entfernten sich in der Folge via Thunplatz in Richtung Innenstadt.
Dabei kam es erneut zu Verkehrsbehinderungen. Der Umzug zog schliesslich via
Bahnhofplatz in Richtung Bollwerk weiter und löste sich gegen 19.00 Uhr im Bereich
der Schützenmatte auf. Aktuell sind keine Sachbeschädigungen im Zusammenhang
mit dem Umzug bekannt.


