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Boppelsen ZH - Grosstante fast totgeprügelt: Schweizer soll 11,5 Jahre in den Knast

P.D.

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Bis vor rund einem Jahr wohnte Swendar N. noch bei seiner Grosstante in Boppelsen ZH, doch dann prügelte der 22-Jährige seine Mitbewohner fast tot. Jetzt soll er dafür 11,5 Jahre hinter Gitter wandern.

In einem Haus in Boppelsen ereignete sich am 10. März 2016 des vergangenen Jahres Schreckliches. Swandar N. prügelte seine Grosstante Marion G., bei der er wohnte, beinahe zu Tode. Heute steht er vor dem Bezirksgericht Dielsdorf. Wegen versuchter vorsätzlicher Tötung fordert die Anklage eine Freiheitsstrafe von 11,5 Jahren.
Gemäss Staatsanwältin handelt es sich um einen "gravierenden Fall". Auch wenn der Täter, ein Schweizer, der im Ausland geboren und aufgewachsen ist, freundlich, höflich und schüchtern wirke, "seine Tat war brutal und verwerflich". Weiter sei es lediglich glücklichen Umständen zu verdanken, dass das Opfer überlebt hat.
Gewaltorgie im Haus der Grosstante
Kleine Rückblende: Am Tattag spielte sich im Haus von Marion G., in dem Swendar N. seit wenigen Monaten ebenfalls lebte, eine regelrechte Gewaltorgie ab. Der damals 21 Jahre alte Schweizer hatte seine Grosstante brutal angegriffen und beinahe getötet.
Dass die Dame die Attacke überlebt hat, ist auch einer Nachbarin zu verdanken, die der Polizei einen lauten Streit in der benachbarten Liegenschaft meldete. Schliesslich verschaffte sich eine Polizeipatrouille Zutritt zum Gehäuse. Dort fand sie die schwer verletzte Frau sowie den Täter vor. Das Haus war mit Blutspuren übersät. Swendar N. liess sich widerstandslos festnehmen.
Mit Stein und Flasche auf Kopf geschlagen
Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft lauten: Swendar N. soll seine Grosstante zuerst mit einem zwei Kilogramm schweren Gewichtsstein auf den Hinterkopf geschlagen und danach mit Faustschlägen und Fusstritten auf sie eingeprügelt haben. Anschliessend hat er gemäss Staatsanwältin "erbarmungslos nachgedoppelt": Er verliess den Raum, holte eine volle Flasche Rotwein und schlug sie Marion G. so heftig über den Kopf, dass die Flasche zerbrach.
Danach begrub der junge Schweizer sein Opfer unter etlichen Gegenständen. Einen Lattenrost, eine Matratze, Decken, Kissen und Stofftieren soll er auf die Schwerverletzte gelegt haben, bis sie sich nicht mehr bewegen konnte.
Momentan sitzt Swendar N. im vorzeitigen Massnahmenvollzug. Das Bezirksgericht wird sein Urteil morgen Freitag um 15.00 Uhr eröffnen.
Artikelfoto: OpenRoadPR (CC0 Public Domain) - (Symbolbild)

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