Burgdorf-Hasle BE – Start Verkehrssanierung «Emmentalwärts»
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Der Rückzug der Beschwerden ebnet den Weg für die Verkehrssanierung Burgdorf-Oberburg-Hasle. (Bildquelle: Kanton Bern)
Die Verkehrssanierung Burgdorf–Oberburg–Hasle kann umgesetzt werden. Nach dem Rückzug der letzten Beschwerden ist der Weg für das Grossprojekt frei.
Die Verkehrssanierung Burgdorf – Oberburg – Hasle kann umgesetzt werden. Regierungspräsident Christoph Neuhaus hat sich mit den beiden Beschwerdeführern darauf verständigt, dass sie ihre Beschwerden beim Verwaltungsgericht zurückziehen. Über den Inhalt der Vereinbarungen haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Damit steht der Realisierung des Projekts nichts mehr im Weg.
Mit dem Rückzug der letzten Beschwerden im Zusammenhang mit der Verkehrssanierung Burgdorf – Oberburg – Hasle («Emmentalwärts») wird der Strassenplan vom 10. Januar 2022 in Kürze rechtskräftig. Damit hat das Projekt alle rechtlichen Hürden genommen und kann nun – allerdings mit einiger Verzögerung – definitiv umgesetzt werden.
Regierungspräsident Christoph Neuhaus zeigte sich erleichtert über den Entscheid. Das Projekt sei über viele Jahre sorgfältig und unter Einbezug der Region erarbeitet worden. Die Verkehrssanierung sei umweltverträglich und werde von einem grossen Teil der Bevölkerung unterstützt.
Das Projekt reduziert die Verkehrsbelastung in den Ortschaften deutlich
Eine Verkehrsentlastung ist in Burgdorf, Oberburg und Hasle b.B. seit längerer Zeit dringend nötig. Die Ortschaften leiden laut Mitteilung seit Jahrzehnten unter einem hohen Verkehrsaufkommen von täglich bis zu 20'000 Fahrzeugen. Dies führe unter anderem zu Verspätungen im Busverkehr, Sicherheitsdefiziten für Fussgänger und Velofahrende sowie zu einer eingeschränkten Lebensqualität entlang der Strassen.
Vorgesehen sind insgesamt 19 aufeinander abgestimmte Massnahmen. Dazu gehören insbesondere die Umfahrungen von Oberburg und Hasle sowie neue Bahnunterführungen in Burgdorf. Zudem sollen Dosierstellen den Verkehrsfluss verbessern.
Start der Bauvorbereitungen
Nun beginnen die Detailprojektierungen und Bauvorbereitungen. Dazu gehören unter anderem Ausschreibungen, Landerwerbe sowie technische Abklärungen. Wegen der langen Verzögerung müssen zahlreiche Arbeiten neu aufgegleist werden.
Der definitive Baustart wird voraussichtlich im Jahr 2029 erfolgen. Die Bauarbeiten sollen anschliessend rund zehn Jahre dauern.
Gelder für die Verkehrssanierung stehen bereit
Die Finanzierung des Projekts ist geregelt. Der Bund unterstützt die Verkehrsmassnahmen mit 92,2 Millionen Franken aus dem Agglomerationsprogramm. Der Grosse Rat des Kantons Bern bewilligte 2022 einen Baukredit von 313,9 Millionen Franken. Die Berner Stimmbevölkerung nahm diesen Kredit im März 2023 mit 56,9 Prozent Ja-Stimmen an.
Quelle der Polizeinachricht: Kanton Bern


