Im Gemeinderatsaal des Churer Rathauses sind heute, Montag, 30. September 2019, zwei Aspirantinnen und drei Aspiranten der Stadtpolizei Chur zu Polizisten/innen befördert und vereidigt worden. Der Kommandant der Stadtpolizei Chur, Ueli Caluori, konnte an der Beförderungs- und Vereidigungsfeier vom Montag, 30. September im Gemeinderatssaal zahlreiche Gäste begrüssen. Der amtierende Gemeinderatspräsident Marco Tscholl war ebenso, wie auch weitere geladene Gäste und Familienangehörige anwesend.
In seiner Ansprache erinnerte Ueli Caluori die angehenden Polizisten daran, dass sie in der Ausübung ihrer Tätigkeit direkt mit gesellschaftlichen Veränderungen konfrontiert sein werden: „Sie
werden schöne, interessante Begegnungen, aber auch schwierige, belastende Einsätze erleben."
Die Ausbildung der fünf Polizisten/innen fand an der Polizeischule des Ostschweizer Polizeikonkordates in Amriswil statt und wurde mit dem eidgenössischen Fachausweis abgeschlossen.
{% rectangle google_inline %}
Roland Hemmi, stellvertretender Kommandant und Ausbildungsverantwortlicher, liess die Ausbildungszeit der Aspiranten kurz Revue passieren und motivierte die neuen Polizistinnen und Polizisten, die Uniform der Stadtpolizei mit Stolz zu tragen, da sie die Botschafter der Stadtpolizei im
direkten Kontakt mit der Bevölkerung sein werden.
Stadtpräsident Urs Marti wies in seiner Ansprache auf die Wichtigkeit einer starken Polizeipräsenz in der Stadt Chur hin und unterstrich somit die Bedeutung einer professionellen, gut ausgebildeten und selbstständigen Stadtpolizei.
Nach der Beförderung wurden die fünf neuen Mitarbeitenden mit ihrer Antwort auf das Gelübde
„Ich gelobe es“ vereidigt. Sie werden nun in den Reihen der Stadtpolizei ihren Polizeidienst tun.
„Ich bin sicher, dass Sie für unser Korps nicht nur eine Ergänzung, sondern eine Verstärkung sein
werden“, zeigte sich Kommandant Caluori überzeugt.
Neue Ausrichtung der nationalen Polizeiausbildung
Mit dem Start der Polizeischule 2019/2021 an der Polizeischule Ostschweiz, an welcher auch vier
Aspiranten der Stadtpolizei Chur ihre Grundausbildung absolvieren, wird ein neues Zeitalter in
der nationalen Polizeiausbildung eingeläutet. Die bisherige einjährige Polizeischule wird auf zwei
Jahre verlängert. Die grösste Anpassung erfolgt im Bereich des Praktikumsteils, welcher um
zwölf Monate verlängert wird.
Unter der Federführung des Schweizerischen Polizeiinstitutes (SPI) wurde in Zusammenarbeit
mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) die nationale Polizeiausbildung neu konzipiert. Die neu zwei Jahre dauernde Ausbildung gliedert sich künftig wie folgt:
- Sieben Monate Ausbildung an einer der regionalen Polizeischulen in der Schweiz
- Neunwöchiges Kurzpraktikum im Stammkorps
- Absolvierung der Prüfung der polizeilichen Einsatzfähigkeit (PEF) an der Polizeischule (das Bestehen dieser Prüfung ist Voraussetzung für den Übertritt in das Praktikum)
- Absolvierung des zwölfmonatigen Praktikums im Stammkorps
- Absolvieren der Eidg. Berufsprüfung
Mit dieser Neukonzipierung wird der Praktikumsteil stark ausgebaut. Es soll erreicht werden, dass
die "neuen Polizistinnen und Polizisten" mit mehr praktischer Erfahrung die Ausbildung abschliessen können. Während dem zwölfmonatigen Praktikum müssen die angehenden Polizistinnen und
Polizisten verschiedenste Praktikumsaufträge aus dem Polizeialltag aufarbeiten. Diese Arbeiten
gelten als Zulassung zur Eidg. Berufsprüfung und müssen dem Schweizerischen Polizeiinstitut
eingereicht werden.
Die Führung der Stadtpolizei Chur ist überzeugt, dass mit dieser Neuausrichtung in der Polizeiausbildung eine wesentliche Qualitätssteigerung erreicht werden kann.


