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Coronavirus im Kanton Zürich - Gesundheitsdirektion gibt Bevölkerungsstudie zur Immunität in Auftrag

Kanton Zürich

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Coronavirus im Kanton Zürich - Gesundheitsdirektion gibt Bevölkerungsstudie zur Immunität in Auftrag
(Symbolbild) (Bildquelle: qimono auf Pixabay)

Um Aussagen zum Grad der Immunisierung der Bevölkerung machen zu können, lässt die Gesundheitsdirektion eine Bevölkerungsstudie durchführen. Dabei werden im Rahmen von repräsentativen Zufallsstichproben gesamthaft rund 3000 Personen auf Antikörper gegen das Coronavirus untersucht.

Die Massnahmen von Bund und Kanton haben zur erhofften Reduktion der Fallzahlen geführt. Dennoch ist aufgrund der Lockerungsmassnahmen ein erneutes Aufflammen der Infektionsraten nicht ausgeschlossen. Für die Planung des Handelns im Umgang mit der Pandemie sind verlässliche Informationen zur Verbreitung des Coronavirus und zur Situation bezüglich der sogenannten Herdenimmunität wichtig.
Die Studie wird am 8. Juni 2020 starten und in drei zeitlich gestaffelte Untersuchungswellen unterteilt, wobei die letzte bis Ende Jahr abgeschlossen sein wird. Mit ersten Ergebnissen ist bis Mitte Juli 2020 zu rechnen. Dabei sollen die gleichen Standards angewendet werden wie in anderen Kantonen, um die Ergebnisse vergleichbar zu machen. Zusätzlich zur allgemeinen Bevölkerung soll die Zürcher Studie – analog zu Untersuchungen in anderen Kantonen – auch besonders exponierte Gruppen miteinbeziehen. Zu diesen gehören Arbeitnehmende von Alters- und Pflegeheimen sowie Arbeitnehmende der Spitex.
Mit der geplanten Studie lassen sich die folgenden Angaben ermitteln:
  •    Anteil der Bevölkerung mit einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion;
    
  •    Entscheidungsgrundlagen für Zeitpunkt, Dauer, Aufrechterhaltung oder Aufhebung der gegenwärtigen und zukünftigen Massnahmen und
    
  •    Ermittlung des spezifischen Bedarfs für ein Impfprogramm.
    
«Für den bevölkerungsreichsten Kanton der Schweiz ist diese Studie besonders wichtig», sagt Regierungsrätin Natalie Rickli. Die Gesamtleitung der Untersuchung liegt beim Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI) der Universität Zürich (UZH). Institutsleiter Prof. Dr. Milo Puhan sagt über die Studie: «Die schweizweite Bestimmung der Corona-Immunität bringt Gewissheit. Und Gewissheit ist die Grundlage für zielführende politische Entscheide in Zusammenhang mit COVID-19.»

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