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Coronavirus - Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren befürworten harmonisierte Corona-Massnahmen

ZGDK

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Coronavirus - Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren befürworten harmonisierte Corona-Massnahmen
Coronavirus – (Symbolbild) (Bildquelle: TickerMedia AG)

Die Zahlen der Corona-Infektionen steigen in der ganzen Schweiz sehr stark an. Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (ZGDK) unterstützten ausdrücklich die Empfehlungen des GDK-Vorstands, schnell weitere Massnahmen einzuführen. Sie befürworten eine Harmonisierung der Massnahmen durch den Bund in den Bereichen Maskenpflicht, öffentliche und private Veranstaltungen und Homeoffice. Die ZGDK betont zudem, dass die Zentralschweizer Spitäler auch während der Pandemie ihren Versorgungsauftrag für die gesamte Region wahrnehmen und auch ausserkantonale Patientinnen und Patienten behandeln. Die aktuelle Lage kann nur durch ein solidarisches Miteinander bewältigt werden.

Seit knapp zwei Wochen ist eine enorm schnelle Zunahme der Corona-Neuinfektionen zu verzeichnen, eine Abflachung der Kurve ist nicht absehbar. Bisher benötigen nur wenige Erkrankte Spitalpflege, mit einem Anstieg der Hospitalisationen ist aber in den nächsten Tagen zu rechnen. Diese Entwicklung wird mit grosser Sorge betrachtet.
Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren stehen gemeinsam hinter dem Appell der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK vom 16. Oktober 2020, schnell weitere Massnahmen zu treffen. Nur mit einem raschen und energischen Handeln kann eine unkontrollierbare Ausbreitung des Virus mit gravierenden Auswirkungen auf das Gesundheitswesen und die Menschen verhindert werden.
Harmonisierte Verschärfungen angebracht
Die kantonalen Unterschiede in der Vorgehensweise gegen die Verbreitung des Conona-Virus waren in den letzten Wochen angemessen, weil sich die epidemiologische Lage unterschiedlich entwickelt hatte. Angesichts der Dynamik der Entwicklung und einer besseren Verständlichkeit der Massnahmen für die Bevölkerung unterstützen die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren aber nun eine Vereinheitlichung der Massnahmen auf nationaler Ebene. In folgenden Bereichen ist eine Harmonisierung auf Bundesebene angebracht:
  • Einführung einer Maskenpflicht in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen
  • Einschränkungen bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen
  • Empfehlung für Homeoffice
Diese Massnahmen bedeuten teilweise deutliche Anpassungen. «Sie sind aber nötig, damit die Ausbreitung des Virus gebremst werden kann. Ansonsten droht eine Überlastung des Gesundheitswesens, welche um jeden Preis verhindert werden muss,» betont der ZGDK Präsident Martin Pfister (ZG). Bei einem schweren Verlauf ist die Erkrankung am Coronavirus schwerwiegend. Die Krankheit darf deshalb nicht unterschätzt werden. Die Reisebeschränkungen für Schweizerinnen und Schweizer und die Gefahr eines erneuten
Lockdowns haben zudem weitgehende Auswirkungen auf die Wirtschaft der Region. Diese Massnahmen liegen deshalb auch im Interesse der Wirtschaft.
Gelebte Solidarität über Kantonsgrenzen
Die Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren betonen erneut, dass in der Bewältigung der Pandemie Solidarität und Zusammenarbeit gefragt sind. Die Zentralschweizer Spitäler und Kliniken haben sich in den letzten Monaten intensiv auf eine erneute Zunahme von CoronaInfektionen vorbereitet. So kann die Versorgung auch bei einem raschen Anstieg der CoronaHospitalisationen gewährleistet bleiben.
Falls in einzelnen Kantonen die Kapazitätsgrenzen erreicht werden sollten, bieten die anderen Kantone zudem solidarisch Unterstützung an und übernehmen Patientinnen und Patienten. So kann bei lokalen Clustern von schweren CoronaVerläufen nach wie vor eine gute Versorgung bestehen bleiben.
Bewährte Zusammenarbeit wird weitergeführt
Auch in der besonderen Lage der Corona-Pandemie nehmen die Zentralschweizer Spitäler und Kliniken ihren Versorgungsauftrag für die gesamte Region wahr – nicht nur bei CoronaInfektionen. Vor allem das Luzerner Kantonsspital (LUKS) übernimmt am Standort Luzern einen Versorgungsauftrag für die gesamte Zentralschweiz. Das LUKS wird auch weiterhin spezialisierte Eingriffe bei Patientinnen und Patienten aus der ganzen Zentralschweiz vornehmen. Dasselbe gilt auch für die Rehabilitation, wo etwa die Klink Adelheid in Unterägeri wichtige Angebote für die gesamte Region zur Verfügung stellt.
Appell an die Bevölkerung
Die ZGDK appelliert einmal mehr an die Mithilfe der Bevölkerung. Jeder und jede kann durch das Einhalten der bekannten und einfachen Abstands- und Hygieneregeln einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten. Gerade auch im privaten Kreis – bei Geburtstagsfesten, Hochzeiten oder Familienfeiern – müssen diese Regeln unbedingt eingehalten werden. Das private und soziale Leben bleibt künftig möglich. Unnötige Risiken sollten wir aber wenn immer möglich vermeiden.

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