Jugendliche Dummheit in Degersheim SG: Zwei Heranwachsende haben am Sonntagmittag den Funken angezündet. Dieser sollte eigentlich erst am Abend während des Festes brennen. Die beiden Brandstifter mussten sich auf dem Dorfplatz für ihr Tun entschuldigen.
Am letzten Sonntag freute sich die St. Galler Gemeinde Degersheim auf den traditionellen Funken-Sonntag. Das Fest wäre aber beinahe ins Wasser gefallen, weil zwei Halbstarke am Mittag den sechs Meter hohen Funken einfach so abgefackelt haben.
"Ich finde es einfach schade, dass man so etwas tut. Es ist traurig, wenn sich Leute Mühe geben, diese Tradition aufrecht zu erhalten, und eine Schulklasse einen wunderschönen Böögg gestaltet und dann zwei Personen einfach ein paar Stunden vor dem Fest alles in Brand setzen", sagte die enttäuschte Gemeinderatspräsidentin Monika Scherrer gegenüber "FM1 Today".
Passanten hatten den brennenden Scheiterhaufen oberhalb von Degersheim - im Föhrenwäldli - bemerkt und sofort Alarm geschlagen.
Öffentliche Entschuldigung vor versammelter Menge
Die beiden Jünglinge - einer stammt aus der Gemeinde - konnten ermittelt werden. Sie mussten sich am Abend auf dem Dorfplatz vor versammelter Menge für ihre Tat entschuldigen. "Sie haben nicht gross ausgeholt, aber sie sind beide hingestanden und haben sich aufrichtig entschuldigt, vor allem auch bei den Kindern. Das ist schon einiges wert", so Scherrer.
Weiter Abklärungen laufen. Derzeit wird eruiert, ob die beiden noch weitere Strafen erwarten. Auf Anfrage von "FM1 Today" lässt die Kantonspolizei St. Gallen ausrichten, dass keine Anzeige wegen der Brandstiftung erstattet wurde.
Mini-Funken als Ersatz
Dass der Funken-Sonntag doch noch stattfinden konnte, haben die Degersheimer der Familie des einheimischen Brandstifters zu verdanken. Sie organisierte immerhin einen kleinen Ersatz-Funken mit Böögg.
Artikelfoto: markito (CC0 Public Domain) - (Symbolbild)
