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Dietikon ZH - Jungs von Pfadileiter missbraucht

M.H.

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Dietikon ZH -  Jungs von Pfadileiter missbraucht

Ende April beginnt in Dietikon ZH die Verhandlung einer der schwersten Fälle von sexueller Gewalt an Kindern. Ein Mann soll über Jahre acht Buben missbraucht haben.

Wie die "Limmattaler Zeitung" schreibt, soll der Beschuldigte seit 1994 insgesamt acht Buben schwer missbraucht haben. Als Pfadileiter habe er einen Teil seiner Opfer in dieser Position kennengelernt. Das jüngste Opfer war zum Zeitpunkt des ersten Übergriffes acht Jahre alt. Sein ältestes Opfer war beim letzten Übergriff 15 Jahre alt. Die zwei längsten Missbrauchsverhältnisse dauerten jeweils sieben Jahre.
Opfer übernachteten beim Täter
Die Jungen blieben jeweils über Nacht beim Täter. Der Mann hatte immer nur ein Opfer je Nacht bei sich zu Hause. Manche seiner Opfer übernachteten über 100-mal bei dem Mann. Wie die Staatsanwaltschaft vermutet, betäubte der Beschuldigte seine Opfer vor dem Schlafengehen mithilfe eines mit Betäubungsmitteln versehenen Getränkes. Die Jungen fielen hierdurch in einen tiefen Schlaf und bemerkten offenbar nichts von den Übergriffen.
Zahlreiche Arten von Übergriffen
Während seine Opfer schliefen soll sich der Beschuldigte mit dem Genitalbereich der Jungen beschäftigt haben, wobei er zuweilen masturbierte und sich dabei filmte. In anderen Fällen sah er sich mit seinen Opfern im Bett pornografische Filme an und die Opfer mussten masturbieren, damit sie den Film zu Ende schauen durften. Doch dies sind nur zwei Varianten von einigen hundert Übergriffen, die dem Beschuldigten zur Last gelegt werden. Die Anklageschrift umfasst 42 Seiten. Bei einer Hausdurchsuchung des Angeklagten wurden 5'072 kinderpornografische Videodateien und 31'162 kinderpornografische Bilddateien, sowie sechs selbst aufgenommene Videokassetten beschlagnahmt.
Der beschuldigte Schweizer befindet sich seit dem 27. Januar 2015 in Haft, nachdem ihn eines seiner Opfer angezeigt hatte. Bis jetzt sind insgesamt acht Opfer bekannt. Am 25. April beginnt der Prozess vor dem Bezirksgericht Dietikon.
Artikelfoto: Alexas_Fotos (CC0 Public Domain) - (Symbolbild)

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