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Enkeltrickbetrüger und falsche Polizisten in Baselland am Werk

polizeiticker

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Seit einigen Tagen sind in Baselland erneut Enkeltrickbetrüger unterwegs. Zwei ältere Personen wurden von ihnen angegangen. Dank der guten Aufmerksamkeit und Reaktion der beiden Rentnerinnen gelang es den Tätern nicht, die Frauen zu betrügen.

Im ersten Fall erhielt eine 85-jährige Frau, welche in einer Alterssiedlung lebt, mehrere Anrufe eines Mannes, welcher sich als ihr Enkel ausgab. Er sei zur Zeit in Genf und benötige dringend Geld für eine Versteigerung. Selbstverständlich werde er den Betrag in den nächsten Tagen umgehend zurückbezahlen. Insgesamt verlangte der Mann 190'000 Franken. Zum Schein ging die Rentnerin auf die Forderung ein und verständigte die Leitung der Alterssiedlung, welche die Polizei alarmierte.

Im zweiten Fall meldete sich ein angeblicher Neffe bei einer 86-jährigen Frau und forderte sie auf, ihm 40'000 Franken auszuleihen, weil er dringend Geld für einen Hauskauf benötige. Auch in diesem Fall ging die Rentnerin zum Schein auf die Forderung ein und verständigte die Polizei.

In beiden Fällen telefonierten kurze Zeit später Männer und gaben sich bei den Frauen als Polizisten bzw. Kriminalpolizisten aus. Sie erkundigten sich, ob ihre "Kollegen" wegen dieses Falles schon bei ihnen eingetroffen seien. Mit diesem Vorgehen wollen die Täter abklären, ob die anvisierten Personen zwischenzeitlich die Polizei verständigt haben. In beiden Fällen blieb es beim Betrugsversuch, weil die Täter offensichtlich befürchteten, dass die Polizei schon verständigt worden war.

Vorsicht ist geboten, wenn:
  • Sie von einer unbekannten Person um ein kurzfristiges Darlehen ersucht werden.
  • Personen vorgeben, nahe stehende Verwandte zu kennen oder selbst mit Ihnen verwandt zu sein.
  • Ihnen jemand von einem finanziellen Engpass berichtet, aus dem nur Sie alleine helfen können.
  • Sie jemand bittet, einen grösseren Geldbetrag abzuheben und Sie dabei unter Zeitdruck setzt.
  • Ihnen versprochen wird, dass Sie das Geld umgehend zurückerhalten werden.
  • Sie jemand detailliert über ihre persönlichen Verhältnisse ausfragt.

Sollten Sie von Unbekannten in obiger Weise um Geld angegangen werden, bitten wir Sie unverzüglich die Polizei, Tel. 117, zu verständigen. Haben Sie erst am Bankschalter Zweifel an der Rechtmässigkeit dieser Darlehensgewährung, dann vertrauen Sie sich der Schalterbeamtin oder dem Schalterbeamten an.

"Wollen Sie für Ihren Kredit tiefere Zinsen bezahlen? Dann melden Sie sich jetzt gleich bei uns..."

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