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Epstein-Ermittlungen – Andrew Mountbatten-Windsor festgenommen

19.02.2026 | 12:08

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Epstein-Ermittlungen – Andrew Mountbatten-Windsor festgenommen

Der frühere Prinz Andrew (Andrew Mountbatten-Windsor) im Jahr 2013 (Bildquelle: Titanic Belfast, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Im Zusammenhang mit dem Fall rund um den verstorbenen US-Finanzinvestor Jeffrey Epstein hat die britische Polizei am 19. Februar einen Mann in seinen Sechzigern aus Norfolk festgenommen. Mehrere britische Medien berichten übereinstimmend, dass es sich dabei um den früheren Prinzen Andrew handeln soll.

In den Ermittlungen mit Bezug zum Fall Jeffrey Epstein ist es zu einer neuen Entwicklung gekommen: Die britische Polizei hat am 19. Februar einen Mann in seinen Sechzigern aus Norfolk wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen. Wie mehrere britische Medien übereinstimmend berichten, handelt es sich dabei um Andrew Mountbatten-Windsor, den früheren Prinzen Andrew.
Gemäss einer offiziellen Mitteilung wurden zudem Durchsuchungen an mehreren Adressen in Berkshire und Norfolk durchgeführt. Der Mann befindet sich weiterhin in Polizeigewahrsam. Nach nationalen Richtlinien werde die Identität des Festgenommenen nicht offiziell bekannt gegeben. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, äusserten sich die Behörden vorerst nicht zu weiteren Details.

Verdacht auf Weitergabe vertraulicher Informationen

Hintergrund der Ermittlungen sind Medienberichten zufolge Hinweise, wonach Andrew während seiner Zeit als britischer Handelsgesandter möglicherweise vertrauliche Informationen an den inzwischen verstorbenen US-Finanzinvestor und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben haben könnte. In veröffentlichten Unterlagen soll sich unter anderem eine E-Mail aus dem Jahr 2010 befinden, in der Andrew nach einer Asien-Reise Berichte über besuchte Länder übermittelt habe.
Zudem wird berichtet, er habe Epstein Hinweise zu möglichen Investitionsgelegenheiten gegeben, die sich im Rahmen seiner offiziellen Reisen ergeben hätten. Britische Handelsgesandte unterliegen laut geltenden Richtlinien einer besonderen Verschwiegenheitspflicht in Bezug auf dienstlich erlangte Informationen.

Polizei betont Objektivität der Untersuchung

Assistant Chief Constable Oliver Wright erklärte, nach einer gründlichen Prüfung sei eine Untersuchung eingeleitet worden. Es sei wichtig, die Integrität und Objektivität der Ermittlungen zu wahren. Man sei sich des erheblichen öffentlichen Interesses bewusst und werde zu gegebener Zeit weitere Informationen bekannt geben.

Stellungnahme des Königs

Auch König Charles äusserte sich am Donnerstag in einer schriftlichen Erklärung. Darin betonte er: „Die Angelegenheit wird nun von den zuständigen Behörden in angemessener Weise untersucht. Dabei haben sie unsere volle Unterstützung und Zusammenarbeit.“ Zugleich machte er deutlich: „Ich möchte klar festhalten: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen.“
Die Ermittlungen dauern an.

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