Es wird heiss diese Woche - Für Hunde in Autos beginnt eine gefährliche Zeit!
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Hunde im Auto bei direktem Sonnenschein zurücklassen, ist lebensgefährlich: Es droht der qualvolle Hitzetod. Fehlbare Hundehalter riskieren in der Schweiz hohe Geldbussen. Wir erklären Ihnen, wie sie sich in solchen Fällen zu verhalten haben.
Brennt im Sommer die Sonne auf ein stehendes Fahrzeug, reichen bereits wenige Minuten, um die Temperatur im Innern bis auf 80 Grad steigen zu lassen. Auch einen Fensterspalt offen zu halten, ändert daran rein gar nichts. Die geringe Luftmenge im Auto macht dem Tier die Wärmeabgabe durch Hecheln unmöglich.
Nimmt die Hitzebelastung stetig zu, kann ein Hund den Hitzetod durch Kreislaufzusammenbruch erleiden. Pro Jahr werden rund 30 Hundehalter verurteilt, weil sie ihren Hund im Auto zurückgelassen haben. Die Strafen gehen von mehreren Hundert bis zu mehreren Tausend Franken.
Was tun?
Wer einen Hund in Not entdeckt und folgende Grundsätze beachtet, hat aus rechtlicher Sicht nichts zu befürchten: Im Einkaufszentrum sofort die Autonummer ausrufen lassen. Ist der Autolenker unauffindbar, Polizei und einen Tierarzt alarmieren. Wichtig: Autoscheibe erst einschlagen, wenn die Polizei nicht rechtzeitig kommt. Oder wenn man sieht, dass ein dringender Notfall vorliegt.
Alarmzeichen sind verstärktes Hecheln, Herumspringen im Fahrzeug, lautes Jaulen oder Winseln, aber auch Mattigkeit, Apathie und Bewusstlosigkeit. Einen befreiten Hund legt man in den Schatten und befeuchtet Körper und Beine mit nassen, kühlen Tüchern. Maulhöhle mit kaltem Wasser benetzen, bis der Tierarzt eintrifft.
Nicht vergessen - Fotos machen!
Zur eigenen Absicherung kann es hilfreich sein, ein Protokoll über den Ablauf der Aktion, ergänzt durch Handyfotos oder -filme, zu erstellen. Es gibt leider immer wieder Tierhalter, die trotz der klaren Rechtssituation versuchen, eine Schadenersatzforderung für die beschädigte Autoscheibe zu stellen - anstatt sich für die Zivilcourage des anderen zu bedanken.

