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Fribourger Strassenverkehr 2015 - positivste Bilanz seit 70 Jahren

Kantonspolizei Fribourg

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Die Zahl der Opfer auf den Freiburger Strassen war nie mehr so tief seit 70 Jahren. Die Anzahl der Unfälle war insgesamt rückläufig, aber es ereigneten sich mehr Unfälle mit Fussgängern und Velofahrern.

Sechs Personen verloren im Jahr 2015 ihr Leben auf der Strasse (zwei Fussgänger, ein Motorradlenker, ein Automobilist, zwei Beifahrer), d.h. drei weniger als im Vorjahr. Natürlich ist jedes Todesopfer eines zu viel, aber es ist doch erfreulich festzustellen, dass die Anzahl zurückging. Einzig im Jahr 1945, also vor 70 Jahren, wies die Statistik mit 3 Getöteten weniger Opfer auf.

Weniger Verkehrsunfälle und Verletzte

Mit 1'398 gegenüber 1'429 ereigneten sich weniger Unfälle (-2 %) und auch die Anzahl der Verletzten war mit 689 gegenüber 701rückläufig (-2 %). Bei ca. drei von fünf Unfällen entstand somit lediglich Sachschaden.

Ebenfalls erfreulich ist die Tatsache, dass, nach einer Zunahme im 2014, die Anzahl Verkehrsunfälle mit 2-Rädern (Motorräder, Scooter) mit 122 um 16 Prozent gesunken ist.

Fussgänger und Velofahrer mehr gefährdet


Weniger erfreulich ist, dass die Verkehrsunfälle mit Fussgängern zunahmen: + 12 Prozent für ein Total von 72 Unfällen. Sie denken sicher, dass sich die Mehrzahl der Unfälle nachts, im tiefsten Winter, bei stockdichtem Nebel ereignet! Weit gefehlt! Statistisch gesehen ereignet sich ein Verkehrsunfall mit einem Fussgänger bei schönem Wetter, am Mittwoch, zwischen 7 und 18 Uhr, im März oder Oktober und... ausserhalb eines Fussgängerstreifens. Die Anzahl der Verletzten stieg um 21 % (75), aber glücklicherweise waren die Verletzungen nur geringfügig.

Die Fahrradlenker (Velos und Elektro-Velos) waren ebenfalls mehr betroffen: die Anzahl der Unfälle und Verletzten stieg um 14 Prozent. Dieses Phänomen ist auf eine immer grössere Anzahl von E-Bike-Benutzern zurückzuführen.

Schwerpunkte 2016

Die Schweizer Statistiken zeigen, dass bei der Hälfte der Verkehrsunfälle, die sich nachts am Wochenende zutragen, Alkohol im Spiel ist. Die neue, im 2016 ins Leben gerufene Präventionskampagne "ICH fahre, DU fährst" soll dieser Tendenz entgegenwirken.

Die Polizei wird im Verlaufe des Jahres an verschiedenen Festanlässen den Lenkern Sicherheitsratschläge und einen Schlüsselanhänger, Kopf oder Zahl - "ICH fahre" - "DU fährst", abgeben. Damit soll zu Beginn des Abends auf spielerische Art der Lenker bestimmt werden, der auf Alkohol verzichtet und seine Freunde sicher nach Hause fährt.

Mehrere Präventionskampagnen aus dem Jahr 2015 werden auch dieses Jahr wieder durchgeführt:
  • "Teile die Strasse", für mehr Sicherheit der Fussgänger und Velofahrer, im April und Juni;
  • "Schulanfang", in der Nähe der Schulen nach den Ferien an Ostern, im Sommer und an Weihnachten;
  • "Tag des Lichts und der Beleuchtung" im November.

Zudem im Jahr 2015...
  • Der durchschnittliche Alkoholgehalt bei Lenkern in angetrunkenem Zustand lag bei 1,45 Promille.
  • 317 Automobilisten fuhren ohne Führerausweis oder trotz Führerausweisentzug.
  • 60'655 Ordnungsbussen wurde ausgestellt, davon drei Viertel für das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit.

Kategorien:

Fribourg
Verkehr

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