Gevelsberg NRW - Gestürzter 21-Jähriger beinahe von S-Bahn überfahren
Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Der guten Reaktion eines Triebfahrzeugführers verdankt vermutlich ein 21-jähriger Gevelsberger sein Leben. Der Mann hatte gestern Abend seinen Weg durch die Gleisanlagen abgekürzt und war im Gleisbett gestürzt. Die S-Bahn 8 stoppte erst kurz vor dem Mann.
Gegen 18:00 Uhr hielt sich der 21-Jährige am Haltepunkt Gevelsberg-Kipp auf. Dort kürzte er seinen Weg durch die Gleisanlagen ab und stürzte mitten im Gleisbett. Zur gleichen Zeit fuhr gerade die S 8 in den Haltepunkt ein. Geistesgegenwärtig leitete der Triebfahrzeugführer des Zuges eine Schnellbremsung ein. Der Zug kam so unmittelbar vor dem Gevelsberger zum Stehen.
Die Bundespolizei leitete gegen den 21-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.
In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor den Gefahren des Bahnverkehrs!
- Jeder Aufenthalt im Gleisbereich ist mit tödlichen Gefahren verbunden.
- Züge durchfahren Bahnhöfe mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern. Durch den entstehenden Luftsog können unmittelbar an der Bahnsteigkante befindliche Gegenstände in Bewegung geraten.
- Züge können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg.
- Züge nähern sich fast lautlos. Ein elektrisch betriebener Zug - selbst mit über 200 Stundenkilometern - ist für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt!
- Züge fahren auch ausserhalb des ausgehängten Fahrplanes und können ein Gleis in beide Richtungen befahren.

