Bei einer Geschwindigkeitskontrolle im Boowald fuhren gestern zwei Motorradfahrer so schnell, dass sie den sogenannten Rasertatbestand erfüllten. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte beide Maschinen.
Zweimal Rasertatbestand erfüllt
Am Ostermontag, 13. April 2020, setzte die Kantonspolizei
Aargau ihr Lasermessgerät im Gebiet Boowald zwischen
Vordemwald und St. Urban ein. Auf dieser
Ausserortsstrecke gilt die übliche Höchstgeschwindigkeit
von 80 km/h.
Zur Mittagszeit erfasste die Kantonspolizei einen
Motorradfahrer, der mit 166 km/h in Richtung Vordemwald
fuhr. Nach Abzug der gesetzlichen Toleranz ergibt sich eine
strafbare Geschwindigkeitsüberschreitung von 81 km/h,
womit der sogenannte Rasertatbestand erfüllt wird. Die
Polizei stoppte den 31-jährigen Polen aus der Region und
schaltete die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm ein. Diese
eröffnete eine Strafuntersuchung und beschlagnahmte die
Yamaha. Die Kantonspolizei nahm dem Lenker den
Führerausweis ab.
Den Rasertatbestand erfüllte auch ein 29-jähriger Serbe aus
dem Kanton Solothurn, den die Kantonspolizei am
Nachmittag auf seinem Motorrad mit 145 km/h mass. Auch
sein Motorrad wurde beschlagnahmt und sein
Führerausweis abgenommen.
Unnötiges Verursachen von Lärm geahndet
Weil sie die Strecke unnötigerweise mehrfach befuhren und
dabei durch gezieltes Aufdrehen des Motors vermeidbaren
Lärm verursachten, verzeigte die Kantonspolizei zusätzliche
drei junge Motorradfahrer. Dass die Hauptstrasse oft als
private Rennstrecke angesehen wird, zeigt auch die
Tatsache, dass die Polizei einen drei Motorradfahrer auf
dem Hinterrad fahrend beobachtete.
Die Strecke durch den Boowald gilt seit jeher als beliebte
Ausflugstrecke für Motorräder und Sportwagen.
Dementsprechend stark ist dort an sonnigen Wochenenden
die Verkehrsbelastung, was aus der Umgebung immer
wieder zu Lärmklagen.


