Symbolbild (Bildquelle: Kantonspolizei St.Gallen)
Eine mutmassliche Entführung hat am Donnerstag, 28. Mai 2026, in Gossau einen Grosseinsatz der Kantonspolizei St.Gallen ausgelöst.
Die Drittperson meldete kurz nach 14.30 Uhr, dass zwei Personen eine dritte Person im Raum Gossau entführt hätten und an einen Stuhl gefesselt festhielten. Sie hätte dies auf Bildern, die ihr gezeigt worden seien, gesehen. Die mutmassliche Freiheitsberaubung hänge mit Vorkommnissen im Drogenmilieu zusammen.
Unmittelbar nach Meldungseingang begaben sich mehrere Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen vor Ort. Ebenfalls aufgeboten wurden diverse Spezialisten der Kriminalpolizei, die Interventionseinheit sowie Drohnenpiloten. Auch die Staatsanwaltschaft wurde über die mutmassliche Freiheitsberaubung informiert.
In den darauffolgenden Stunden führte die Kantonspolizei St.Gallen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft verschiedene Massnahmen durch, um die mutmasslich entführte Person zu finden und den Sachverhalt zu klären.
Nach Mitternacht gelang die Polizei in den Besitz der Bilder der mutmasslichen Freiheitsberaubung. Es stellte sich heraus, dass diese nicht echt sind und die Drittperson, welche den Vorfall gemeldet hatte, getäuscht wurde. Auch die angeblich entführte Person konnte wohlauf angetroffen werden.
Die Kantonspolizei erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass das Vortäuschen von Straftaten strafrechtliche Konsequenzen haben kann.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo SG


