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Hundwil AR – Instabile Felszone am Girenspitz

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Die Karte zeigt den Schwägalp-Bereich mit markierten gesperrten Straßen und einem instabilen Felsbereich.
Die grösste Gefährdung besteht im Bereich der Kiesgrube bei Siebenhütten. (Bildquelle: Kanton Appenzell-Ausserrhoden)

Am Girenspitz besteht die Gefahr, dass sich aus einer instabilen Felszone Gestein löst und abstürzt. Untersuchungen bestätigen die bisherige Gefahreneinschätzung. Die offiziellen Wander- und Themenwege auf der Schwägalp sowie die Anlagen der Säntis Schwebebahn bleiben nutzbar.

Nachdem Ende August 2026 am Girenspitz beim Säntis eine instabile Felszone festgestellt worden war, haben die Gemeinde Hundwil und das kantonale Amt für Raum und Wald im Departement Bau und Volkswirtschaft verschiedene vorsorgliche Sicherheitsmassnahmen getroffen.
Dazu gehören die Einstellung des Kiesgrubenbetriebs bei Siebenhütten und die Sperrung der betroffenen Flurstrasse für Fussgängerinnen und Fussgänger. Die entsprechenden Signalisationen sind seit Anfang September angebracht.

Weitere Untersuchungen bestätigen Gefahreneinschätzung

Ein vom Amt für Raum und Wald beauftragtes Geologiebüro hat die Felszone bei Erkundungsflügen genauer untersucht. Die Ergebnisse bestätigen die bisherige Einschätzung: Am grössten ist die Gefährdung durch einen möglichen Felssturz im Bereich der Kiesgrube. Auf der betroffenen Flurstrasse ist die Gefährdung deutlich geringer. Sämtliche offiziellen Wanderwege im Gebiet Schwägalp, und auch die Anlagen der Säntis Schwebebahn AG liegen ausserhalb des gefährdeten Bereichs.
Ein Wetterradar-Gerät mit mehreren Antennen ist auf einem Felsen installiert, daneben steht ein gelber Koffer. Das Feld ist grün und im Hintergrund sind Felsen zu sehen.
Radar- und Drohnenmessungen sollen Bewegungen im Fels erfassen. (Bildquelle: Kanton Appenzell-Ausserrhoden)

Messungen bis im Frühling 2027

Um die Stabilität der Felszone genauer beurteilen zu können, sind Messungen in Ausführung. Anfang Oktober wurde die Felszone erstmals mit einem bodengestützten Radar vermessen. Zusätzlich ist ein Laserscan mittels Drohne vorgesehen. Die Zweitmessungen erfolgen im Frühling 2027. Durch den Vergleich der Messungen lässt sich feststellen, welche Bereiche der Felszone sich wie stark bewegen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Juni 2027 vorliegen. Auf dieser Grundlage werden Gefährdung und Risiken sowie die bestehenden Sicherheitsmassnahmen erneut beurteilt.

Wanderwege bleiben offen

Sämtliche offiziellen Wanderwege, Themenwege und Winterwanderwege im Gebiet Schwägalp liegen ausserhalb des gefährdeten Bereichs und können weiterhin genutzt werden. Bis zum Vorliegen der weiteren Erkenntnisse bleiben die vorsorglichen Sperrungen bestehen. Die betroffene Flurstrasse ist im Winter aufgrund der Schneeverhältnisse und der Lawinengefahr ohnehin geschlossen.
Die Gemeinde Hundwil und der Kanton Appenzell Ausserrhoden bitten Besucherinnen und Besucher, die bestehenden Sperrungen zu beachten und auf den offiziellen Wegen zu bleiben.
Quelle der Nachricht: Kanton Appenzell Ausserrhoden

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