Aktuell drehen sich über den tropischen Meeren rund um den Globus gleich sieben markante Stürme. Über dem Pazifik sind dies ein Taifun (Mangkhut) und drei Tropenstürme (Barjat, Olivia und Paul), über dem Atlantik zwei Hurrikans (Florence und Helene) und ein Tropensturm (Isaac). Vor allem Hurrikan Florence wird in nächster Zeit für reichlich Schlagzeilen sorgen.
Florence verstärkte sich gestern rasch, aktuell ist es ein Sturm der Kategorie 4 – und damit der zweithöchsten Stufe auf der
Saffir-Simpson-Skala. Verstärkende Faktoren wie das 29 Grad warme Wasser und abschwächende Elemente wie die leicht
vorhandene Windscherung halten sich zur Zeit in etwa die Waage.
Nach aktuellen Modellberechnungen und der
Einschätzung des National-Hurrican-Center wird Florence in der Nacht zum Donnerstag die amerikanische Ostküste als
starker bis sehr starker Hurrikan mit Böenspitzen von 250 bis 280 km/h erreichen. Wahrscheinlich erfolgt der "landfall" im
Bereich von North Carolina. Auch die angrenzenden Bundesstaaten South Carolina und Virginia werden in erheblichem
Masse betroffen sein, entsprechende Evakuierungsmassnahmen sind in vollem Gange.
Die grössten Schäden sind im Bereich
der "rechten Schulter" zu erwarten, das ist der in Zugrichtung rechte vordere Quadrant. Hier addieren sich die Rotations- und
Zuggeschwindigkeit, zudem drückt der Wind hier das Meerwasser in Richtung Land und sorgt für Überflutungen. Dazu
kommen generell Probleme durch die enormen Regenmengen.

