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Appenzell-Ausserrhoden

Kanton AR – Dringende Warnung vor 'falschen Polizisten'

(Symbolbild)
(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei Hamburg)

Am Mittwoch, 27. April 2022, ist bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden eine Meldung eingegangen, wonach eine Frau von falschen Polizisten zur Geldübergabe überredet wurde. Die Kantonspolizei warnt dringend vor falschen Polizisten und keinen Unbekannten Geld oder Wertsachen zu übergeben.

Gestern Nachmittag wurde eine 91-jährige Frau von einem Unbekannten, welcher sich als Polizist ausgegeben hatte, angerufen. Der falsche Polizist konnte die Frau unter dem Vorwand eines Unfalls einer Familienangehörigen und durch sein geschicktes und teilweise forsches Vorgehen zur Abhebung von Bargeld überreden. Um der Geschichte Nachdruck zu verleihen und entstandenen Zweifeln entgegenzuwirken, war zwischendurch auch eine weitere, weinende Person am Telefon. Aufgrund des dreisten Vorgehens übergab die Frau anschliessend vierzig Tausend Franken und Schmuck einer unbekannten Person.

Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden rät dringend, keinerlei Auskünfte über Wertsachen und finanzielle Verhältnisse zu erteilen. Beenden sie das Telefonat mit dem Unbekannten möglichst rasch und melden Sie sich umgehend beim örtlichen Polizeiposten. Ein echter Polizist der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden wird sich am Telefon nicht detailliert über verschiedene Vermögenswerte informieren. Heben Sie auf keinen Fall Bargeld von Ihrem Bankkonto ab. Weiter weist die Polizei darauf hin, dass die Täter ihre Betrugsmaschen laufend ändern und immer wieder neue Geschichten erfinden, seien Sie kritisch!

Um sich vor der Betrugsmasche zu schützen empfiehlt die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden folgendes:
Echte Polizistinnen und Polizisten

  • würden nie am Telefon nach finanziellen Verhältnissen fragen.
  • werden nie Geld oder Wertsachen zur sicheren Unterbringung oder für eine hohe Schadensumme eines Unfalles verlangen.

Im Weiteren gilt:

  • Personen sollten insbesondere misstrauisch werden, wenn sie am Telefon von jemanden unter Druck gesetzt werden und das Telefonat nicht beendet werden sollte.
  • Jüngere Personen sollten ihre älteren Verwandten und Bekannten über die Betrugsmasche informieren und aktiv nachfragen bezüglich merkwürdiger Telefonanrufe.
  • Warnungen von Bankangestellten sollten ernst genommen werden.
  • Geld darf niemals an eine unbekannte Person übergeben werden.
  • Bei Unsicherheit kann beim nächsten Polizeiposten oder bei der Notrufnummer 117 nachgefragt werden. Es gilt aber: Rechtzeitig nachfragen! Ist das Geld erst einmal übergeben, ist es in der Regel verloren.

Quelle: Kapo AR