Kanton BE - Tatverdächtigen nach exhibitionistischem Verhalten ermittelt
Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland/Kapo Bern
Die Kantonspolizei Bern hat im Zusammenhang mit Meldungen zu Vorfällen mit exhibitionistischem Verhalten vor Kindern von Anfang September in Kirchlindach, Zollikofen und Busswil bei Büren einen dringend tatverdächtigen Mann ermittelt. Er ist geständig, Kinder angesprochen und exhibitionistische Handlungen vorgenommen zu haben.
Die Kantonspolizei Bern hat einen Mann identifiziert, der dringend verdächtigt wird,
Anfang September 2019 in Kirchlindach, Zollikofen und Busswil bei Büren Mädchen
angesprochen und dabei exhibitionistische Handlungen vorgenommen zu haben. Die
polizeilichen Ermittlungen waren - zusammen mit geeigneten Massnahmen zur
Sensibilisierung der Bevölkerung - sofort aufgenommen worden, nachdem bei der
Kantonspolizei Bern losgelöst von einander drei ähnliche Meldungen aus den
besagten Ortschaften eingegangen waren (wir berichteten).
Ersten Erkenntnissen aus Einvernahmen zufolge hatte ein zunächst Unbekannter am 2. September in Kirchlindach und am 3. September in Zollikofen aus einem Auto
heraus je ein Mädchen angesprochen und sich dazu im Auto sitzend teilweise
entblösst. Die Mädchen reagierten richtig, entfernten sich sofort vom Auto, liefen
davon und meldeten das Vorgefallene einer Bezugsperson. In Busswil bei Büren war
am 3. September ein Mann aus einem Auto ausgestiegen und hatte ein Mädchen bei
einer Liegenschaft angesprochen, ehe er sich teilweise entblösste.
Mann geständig
Nachdem das ähnliche Tatvorgehen zunächst einen Zusammenhang zwischen den
drei Fällen vermuten liess, erhärtete sich dieser Verdacht durch weitere
Erkenntnisse, welche während den Ermittlungen gewonnen werden konnten. Durch
die getroffenen Massnahmen, die aus taktischen Gründen indes nicht kommuniziert
wurden, gelang es, den mutmasslichen Täter zu identifizieren und Ende November
anzuhalten. Der 28-Jährige zeigte sich in den Einvernahmen geständig, die Mädchen
angesprochen und exhibitionistische Handlungen vorgenommen zu haben.
Die polizeilichen Ermittlungen unter der Leitung der Regionalen Staatsanwaltschaft
Bern-Mittelland sind weiterhin im Gang. Dabei gilt es zu prüfen, ob der Mann im
Zusammenhang mit Meldungen zu ähnlich gelagerten Vorfällen stehen könnte. Ein
besonderes Augenmerk der Ermittler gilt den betroffenen Kindern, welchen ihrem
Alter entsprechend begleitet und befragt werden müssen.


