Seit Anfang September sind bei der Kantonspolizei Bern aus dem ganzen Kanton vermehrt Meldungen zu versuchten Enkeltrickbetrügereien eingegangen. In zwei Fällen war die Täterschaft erfolgreich und erbeutete jeweils mehrere 10'000 Franken. Die Kantonspolizei Bern mahnt zur Vorsicht und gibt Tipps.
Seit Anfang September 2018 sind bei der Kantonspolizei Bern aus dem gesamten
Kantonsgebiet rund 30 Meldungen zu versuchten Enkeltrickbetrügereien
eingegangen. Über ein Drittel der Meldungen ging im Oktober ein. Nach bisherigen
Erkenntnissen gaben sich die Anrufer als Bekannte oder entfernte Verwandte der
Opfer aus und machten eine finanzielle Notlage geltend. In den meisten Fällen
gingen die angerufenen Personen erfreulicherweise nicht auf die Forderungen der
Täterschaft ein, sondern meldeten den Betrugsversuch der Polizei.
In zwei Fällen gelang es unbekannten Täterschaften jedoch, mehrere 10'000
Franken zu erbeuten. In einem Fall, welcher der Kantonspolizei Bern am 10. Oktober
2018 gemeldet wurde, hatten Anrufer eine Frau aus dem Raum Biel im Zuge
mehrerer Telefongespräche aufgefordert, eine grosse Summe Bargeld abzuheben
und diese schliesslich an der Haustüre einer Mittelsperson zu übergeben. Ein ähnlich
gelagerter Fall wurde der Kantonspolizei Bern bereits Mitte September 2018
gemeldet, als eine Frau aus dem Raum Bern einer unbekannten Person ebenfalls
mehrere 10'000 Franken übergeben hat. Die Täterschaft konnte in beiden Fällen
bislang nicht identifiziert werden, die Ermittlungen sind im Gang.
Vor diesem Hintergrund mahnt die Kantonspolizei Bern erneut zur Vorsicht und gibt
folgende Verhaltenstipps:
Seien Sie misstrauisch gegenüber Personen, die sich am Telefon nicht selbst
mit Namen vorstellen wollen, aber angeblich Verwandte oder Bekannte sind.
Oftmals stellen die Anrufer/innen Fragen wie "Rate mal, wer ich bin?" oder
"Kennst du mich noch?".
Geben Sie keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen bekannt.
Nehmen Sie bei Anrufen mit Forderungen nach Geld oder Schmuck
Rücksprache mit Familienangehörigen oder Vertrauenspersonen.
Rufen Sie den Verwandten oder Bekannten, welcher der Anrufer oder die
Anruferin vorgibt zu sein, selbst an und erkundigen Sie sich nach der
gestellten Forderung.
Übergeben Sie niemals Bargeld oder Schmuck an unbekannte Personen.
Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei über die Notrufnummern
117 oder 112.


