Am Mittwoch, 27.03.2019, 09.00 Uhr, fand in Glarus die Medienorientierung zur Verkehrsunfall- und Kriminalstatistik 2018 des Kantons Glarus statt. Nachfolgend die Zusammenfassungen aus den beiden Bereichen.
Verkehrsunfälle2018 - Kommentar
2018 registrierte die Kantonspolizei 318 Verkehrsunfälle, 3 mehr als im Vorjahr. Dabei wurden
99 Personen verletzt (Vorjahr 143) und leider waren 2 Todesopfer (Vorjahr 0) zu beklagen.
Die Unfälle ereigneten sich wegen folgenden Hauptursachen: Unaufmerksamkeit und
Ablenkung (88), Lenkerzustand (42), Vortrittsmissachtung (25), Geschwindigkeit (34).
Folgende Unfalltypen sind zahlenmässig aufgefallen: 109 Schleuder- oder Selbstunfälle, 51
Parkierunfälle, 51 Auffahrunfälle, 29 Abbiege-/Einbiegeunfälle, 32 Tierunfälle, 10
Frontalkollisionen.
Es ereigneten sich 13 Fahrradunfälle (Vorjahr 10), 2 E-Bikeunfälle (Vorjahr 3) sowie 19
Motorradunfälle (Vorjahr 15).
Die Unfallzahlen sind sehr stabil. Positiv auffallend die geringere Zahl verletzter Personen
und der Rückgang bei der Zahl verunfallter Kinder. Mit den 2 Todesopfern liegen wir knapp
unter dem 5-Jahresschnitt.
Die Kantonspolizei wird auch 2019 die Verkehrssicherheit mit präventiven und repressiven
Massnahmen weiter fördern (Verkehrsinstruktionen, Kontrollen, verkehrstechnische
Optimierungen). Sie appelliert an die Disziplin, Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme
aller Verkehrsteilnehmenden und erinnert an die Erfolgsfaktoren für eine unfallfreie Fahrt:
Aufmerksamkeit - Angepasste Geschwindigkeit - Abstand
Oblt Anton Landolt, Chef Spezialdienste
Kriminalitätslage 2018 – Kommentar
Im Jahr 2018 wurden 1406 Straftaten statistisch erfasst, was einer Abnahme gegenüber dem
Vorjahr von 87 Straftaten oder 8% entspricht. Diese Tendenz ist einerseits
Gesamtschweizerisch feststellbar, andererseits werden Tendenzen aber auch durch unsere
eher kleinen Zahlen geprägt und daher immer nur mit Vorsicht zu interpretieren.
Die Straftaten wurden im Bereiche der folgenden Gesetze begangen:
Strafgesetzbuch (StGB) 1002 Delikte (71.3%)
Betäubungsmittelgesetz (BetmG) 179 Delikte (12.7%)
Ausländergesetz (AuG) 105 Delikte ( 7.5%)
Übrige Bundesnebengesetze 120 Delikte ( 8.5%)
Zusammengefasst weisen folgende Deliktsbereiche grössere Differenzen, positiv wie negativ,
auf:
Abnahme 2017 - 2018
- Vermögensdelikte 652 - 577
- Fahrzeugdiebstähle 111 - 94
- Betäubungsmittel-Delikte 232 - 179
Zunahme 2017 - 2018
- Delikte gegen Leib und Leben 75 - 83
- Betrug 44 - 51
- Delikte gegen die sexuelle Integrität 25 - 55
Fazit
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Die Abnahme der Fallzahlen bei den Vermögensdelikten sowie das weiterhin tiefe Niveau bei den Einbruchdiebstählen ist erfreulich.
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Getrübt wird die diesjährige Bilanz durch die leichte Zunahme bei den Gewaltdelikten (Tätlichkeiten, Angriff, Raub) sowie dem erheblichen Anstieg im Bereich Delikte gegen die sexuelle Integrität (Pornografie, sexuellen Handlungen mit Kind, Vergewaltigung).
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Weiterhin zunehmend sind die Ermittlungsverfahren bei den Betrugsdelikten (Darlehensbetrug, Online Betrug, Microsoftbetrug).
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Insgesamt darf aber kriminalpolizeilich eine gute Sicherheitslage bilanziert werden.
Oblt Rolf Gubser, Chef Kriminalpolizei

