Kanton Schwyz – 500’000 Franken Schaden durch Telefonbetrug
Redaktion Polizeiticker Schweiz
(Symbolbild) (Bildquelle: Designed by Freepik)
Im Kanton Schwyz erbeuteten Betrüger bei einem Telefonbetrug rund 500’000 Franken. Täter gaben sich als Bankmitarbeitende aus und verschafften sich via Fernwartungssoftware Zugriff auf das E-Banking. Polizei warnt vor der Masche.
Die Täter nehmen telefonisch Kontakt zu potenziellen Opfern auf und geben sich als Mitarbeitende einer Bank aus. Sie behaupten, es habe eine unrechtmässige Überweisung stattgefunden und das E-Banking-Konto sei mit einem Virus infiziert.
Um weiteren Schaden zu verhindern, fordern sie die Betroffenen auf, eine angebliche Virenscan-Software auf ihren Computer herunterzuladen. Tatsächlich handelt es sich bei der Software um ein Fernwartungsprogramm. Damit erhalten die Täter direkten Zugriff auf den Computer sowie auf das E-Banking der Geschädigten.
Anschliessend werden die Betroffenen angewiesen, sich im E-Banking anzumelden. In mehreren Fällen installierten die Täter zusätzlich eine entsprechende Anwendung auf den Mobiltelefonen der Opfer, um die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen. Nach dem Login wird der Bildschirm der Geschädigten verdunkelt und mit Meldungen überlagert, während die Täter ihre Opfer telefonisch ablenken.
Auf diese Weise verschaffen sie sich uneingeschränkten Zugriff auf die Bankkonten, die in der Regel bis auf wenige Franken geleert werden. Die erbeuteten Gelder werden meist auf Schweizer Bankkonten weiterüberwiesen.
Tipps und Präventionshinweise der Polizei:
- Banken fordern ihre Kundinnen und Kunden niemals telefonisch auf, Software zu installieren.
- Installieren Sie keine Programme auf Anweisung unbekannter Personen.
- Geben Sie keine Zugangsdaten oder Codes weiter.
- Beenden Sie bei Zweifeln das Gespräch und kontaktieren Sie Ihre Bank über die offizielle Telefonnummer.
- Erstatten Sie bei einem Betrugsverdacht umgehend Anzeige bei der Polizei



