Zwischen April und Oktober 2026 hat die Kantonspolizei Tessin elf schwere Geschwindigkeitsverstösse festgestellt. Die betroffenen fünf Autolenker und sechs Töfffahrer mussten ihre Führerausweise abgeben oder erhielten ein Fahrverbot für die Schweiz.
Zwischen April und Anfang Oktober 2026 hat die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit den Gemeindepolizeien im Rahmen gezielter Geschwindigkeitskontrollen 11 schwere Verstöße gegen das Straßenverkehrsgesetz (LCStr) festgestellt, wobei ein besonderes Augenmerk auf die sogenannten „Raserverbrecher“ gelegt wurde.
Acht schwere Geschwindigkeitsverstösse innerorts
Von den 11 registrierten Fällen betreffen 8 Straßenabschnitte innerhalb von Ortschaften mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h, auf denen Geschwindigkeiten zwischen 106 und 127 km/h gemessen wurden.
Die übrigen 3 Fälle ereigneten sich auf der Autobahn A2, wo die Geschwindigkeitsbegrenzung bei Baustellen 80 km/h bzw. ansonsten 100 km/h betrug. Von den Verstößen waren 5 Autofahrer und 6 Motorradfahrer betroffen.
Mit 189 km/h auf der Autobahn A2 unterwegs
Die höchste Geschwindigkeit wurde am 5. August in Balerna auf der A2 gemessen, wo ein deutscher Autofahrer bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h mit 189 km/h erfasst wurde.
Zu den weiteren schwerwiegenden Fällen zählen der vom 16. Juni in Rodi-Fiesso, bei dem eine jordanische Autofahrerin mit 149 km/h auf einem Autobahnabschnitt fuhr, auf dem aufgrund einer Baustelle eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h galt, sowie der Fall vom 9. Oktober in Gudo, wo ein Motorradfahrer aus Nordmazedonien mit 127 km/h in einer Zone mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h gemessen wurde.
Weitere Raser in Bioggio und Rivera und Brissago
Besonders bemerkenswert sind auch die von der Polizei Malcantone Est in Bioggio registrierten Fälle, bei denen ein Schweizer Motorradfahrer mit 114 km/h auf einem auf 50 km/h begrenzten Abschnitt fuhr, sowie die von der Kantonspolizei in Rivera und Brissago festgestellten Fälle, bei denen ein Schweizer Autofahrer bzw. ein italienischer Motorradfahrer mit 112 km/h auf derselben Strecke unterwegs waren.
Unter den kontrollierten Personen befand sich zudem eine 19-jährige Schweizer Autofahrerin, die bereits zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden war.
Alle elf Personen angezeigt
Alle Fahrer wurden bei der Staatsanwaltschaft wegen schwerwiegender Verstöße gegen das Bundesgesetz über den Straßenverkehr (LCStr) als Verkehrsrowdys angezeigt, und ihnen wurde der Führerschein entzogen oder ein Fahrverbot auf Schweizer Gebiet auferlegt.
Polizei warnt vor den Folgen überhöhter Geschwindigkeit
Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der Hauptursachen für Unfälle mit teilweise schweren und/oder tödlichen Folgen. Daher wird erneut an die Autofahrer appelliert, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, um ihre eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
Die Kantonspolizei wird weiterhin besonders gefährliche Verhaltensweisen im Straßenverkehr überwachen und fordert alle Fahrer auf, beim Fahren keinen Alkohol zu konsumieren, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, die Vorsichtsregeln zu beachten und sich an die Regeln des zivilisierten Zusammenlebens im Straßenverkehr zu halten.
Dabei wird erneut betont, dass Sicherheit bei jedem Einzelnen von uns beginnt.
Quelle der Polizeinachricht: Kantonspolizei Tessin