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Kanton Zug – Zunahme bei Gewalt und Einbrüchen

24.03.2026 | 07:39

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Kanton Zug – Zunahme bei Gewalt und Einbrüchen

Symbolbild (Bildquelle: Redaktion Polizeiticker Deutschland)

Auch die Zuger Polizei präsentiert ihre Kriminalstatistik 2025. Die Straftaten nahmen deutlich zu – besonders bei Gewalt, Einbrüchen und häuslicher Gewalt, während die Verkehrsunfälle zurückgingen.

Im Kriminalbereich ist die Gesamtzahl der erfassten Straftaten (7'533) im Vergleich zum Vorjahr (6'578) um 14% gestiegen. Zugenommen haben insbesondere Delikte gegen die Freiheit (+45%) gegen Leib und Leben (+ 29%) sowie Vermögensdelikte (+ 10%).
Bei den Leib und Leben Delikten betrifft der Anstieg hauptsächlich Tätlichkeiten (+ 50 %), Körperverletzungen (+ 35%) und den Raufhandel/Angriff (+ 67%). Im Berichtsjahr registrierte die Zuger Polizei fünf Tötungsdelikte. Deutlich angestiegen sind auch die Straftaten im Bereich der Häuslichen Gewalt (+56%).
Die Zahl der Jugenddelikte ist von 409 auf 383 Fälle zurückgegangen, was einem Rückgang von rund 6% entspricht. Gleichzeitig ist jedoch ein Anstieg bei den Gewaltdelikten unter Jugendlichen festzustellen. Im Bereich der Delikte gegen Leib und Leben haben die Fälle von 32 auf 53 zugenommen (+66%). Diese Zunahme ist darauf zurückzuführen, dass bei Konflikten unter Jugendlichen häufiger und schneller Gewalt angewendet wird.
Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der Einbrüche, dies um 34% von 297 auf 397 Fälle. Die Einbruchdiebstähle erfolgten dabei am häufigsten in Mehrfamilienhäuser n (+ 32%), gefolgt von den Einfamilienhäusern (+ 59%). Bei den Betäubungsmitteldelikten ist die Zahl der Fälle ebenfalls angestiegen. Gesamthaft wurden 307 Straftaten registriert. Das sind 72 Fälle mehr als im Vorjahr (+ 31%).
Im Bereich der digitalen Kriminalität ist die Zahl der Fälle um 13 % auf 763 zurückgegangen. Ein ähnlicher Trend zeigt sich auch gesamtschweizerisch, wo ebenfalls ein leichter Rückgang festgestellt wurde. Als möglicher Grund für diese Entwicklung gelten insbesondere die verstärkten Präventionsmassnahmen auf nationaler und kantonaler Ebene durch die Polizei sowie weitere Behörden.
2025 haben sich im Kanton Zug im Bereich des Strafgesetzbuchs (StGB) 43 Straftaten pro Tausend Einwohner ereignet. Dieser Wert liegt unter dem schweizerischen Durchschnitt von 61.3 Straftaten pro Tausend Einwohner. Erfreulich ist die hohe Aufklärungsqoute bei den Delikten gegen Leib und Leben (95%) und die sexuelle Integrität (90%). In beiden Bereichen liegt die Zuger Polizei damit über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt.
Trotz anhaltend hoher Fallzahlen bei Wirtschafts- und Betrugsdelikten konnten dank konsequenter Ermittlungsarbeit mehrere Erfolge erzielt und die Täterschaft ermittelt werden.
Auf den Zuger Strassen haben sich im Berichtsjahr insgesamt 590 Verkehrsunfälle ereignet. Dies sind 57 weniger als im Vorjahr (- 9%). Dabei wurden zwei Personen lebensbedrohlich, 73 erheblich und 242 leicht verletzt. Erfreulicherweise sind keine Personen in Folge eines Verkehrsunfalls ums Leben gekommen. Die Mehrheit aller Verkehrsunfälle fallen in die Kategorie der Schleuder- oder Selbstunfälle (244), der Abbiege- und Einbiegeunfälle (100) sowie der Auffahrunfälle (73). Bei 36 Verkehrsunfällen stand der oder die Lenker/in unter Alkohol - oder Drogeneinfluss.
Im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen ist die Zahl der Fahrradunfälle, dies von 132 auf 148. Im Berichtsjahr setzte die Zuger Polizei im Strassenverkehr einen Schwerpunkt auf die Themen Ablenkung und Verkehrssicherheit. In Zusammenarbeit mit den Zentralschweizer Polizeikorps wurden mehrere Präventionskampagnen sowie Verkehrskontrollen durchgeführt.
Nebst der Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmenden wurden im Berichtsjahr 996 Ordnungsbussen wegen Nichttragens der Sicherheitsgurte sowie 1’496 Ordnungsbussen wegen Telefonierens während der Fahrt ausgestellt.
Auf der Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei sind im Berichtsjahr 9'931 Telefongespräche registriert worden. Bei 17'319 Anrufen handelte es sich um Notrufe, die wiederum zu 1'639 Einsätzen führten.
*Quelle der Polizeinachricht: Kapo SZ

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