Eine positive Bilanz konnte der Lawinendienst in seiner Sitzung zum Saisonende 2015/16 aufgrund des schneemageren Winters ziehen. Die Einsätze hielten sich durch den Schneemangel und den südlichen Windeinfluss in Grenzen, Lawinenopfer waren keine zu beklagen.
Nicht zu Freuden allen meinte es Frau Holle in der vergangenen Saison nicht allzu gut mit dem Schnee. Dies bestätigten auch die Schneemessungen vor Ort in Malbun, welche an 182 Tagen von Oktober bis Ende April durchgeführt wurden. Nur gerade an 71 Tagen gab es Neuschnee in den Bergen, die gesamte Neuschneemenge betrug 6 Meter, was über einem Meter unter dem langjährigen Durchschnitt ist.
Auch die maximal erreichte Schneehöhe lag mit 95cm deutlich unter dem langjährigen Mittel. Die morgendliche Temperatur war mit -0,5 Grad hingegen 1,5 Grad wärmer als der Durchschnitt der letzten 45 Jahre. "Zwar war der Schneedeckenaufbau bis im Februar recht instabil, trotzdem führte der wenige Schnee dazu, dass es während der vergangenen Saison nur einzelne kritische Tage mit erhöhter Lawinensituation gab", so der Chef des Lawinendienstes Christoph Frommelt.
Schadenlawinen mussten in der vergangenen Saison glücklicherweise keine festgestellt werden.
Weiterbildung im Gelände
Mitte Januar trafen sich die Mitglieder des Lawinendienstes in Malbun um eine Übung im Gelände vor Ort durchzuführen. Schwerpunkt dabei war das Beurteilen von verschiedenen Hängen aus der Nähe sowie der Distanz und damit verbunden die Einschätzung der Lawinensituation. In einem theoretischen Teil wurde die Übungssituation immer wieder verändert und so die Einflüsse auf die Einschätzung der Lawinensituation beobachtet.

