Lugano TI – 21-Jähriger nach Schockanruf-Betrug festgenommen
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Nach einem Schockanruf-Betrug zum Nachteil einer älteren Person ist am Samstag, 8. August 2026, bei Lugano ein 21-jähriger Mann festgenommen worden. Bei der Kontrolle seines Fahrzeugs stiessen die Ermittler zudem auf mögliches Deliktsgut.
Nach einem sogenannten Schockanruf-Betrug im Bellinzonese ist ein 21-jähriger Mann festgenommen worden. Der in Italien wohnhafte tunesische Staatsbürger steht im Verdacht, an einem Betrugsfall zum Nachteil einer älteren Person beteiligt gewesen zu sein.
Die Tat ereignete sich in der zweiten Julihälfte 2026. Die Betrüger gaben sich laut Kantonspolizei als Personen aus dem medizinischen Bereich aus. Sie behaupteten, ein Angehöriger des Opfers sei schwer erkrankt und für dessen Behandlung werde dringend eine hohe Geldsumme benötigt.
Mit der angeblichen Dringlichkeit der Situation setzten die Täter ihr Opfer massiv unter Druck und verlangten die Herausgabe von Bargeld und weiteren zu Hause aufbewahrten Vermögenswerten.
Die Ermittlungen der Kantonspolizei führten schliesslich zum 21-jährigen Verdächtigen. Am 8. August 2026 wurde er von Mitarbeitenden des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) auf der Autobahn A2 beim Anschluss Lugano Süd angehalten. An der Aktion waren auch die Stadtpolizei Lugano und die Polizia Ceresio Sud beteiligt.
Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs stiessen die Ermittler zudem auf Gegenstände, bei denen es sich um mögliches Deliktsgut handeln könnte.
Dem 21-Jährigen werden Betrug sowie Verstösse gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz vorgeworfen. Die Untersuchungshaft wurde vom Zwangsmassnahmengericht bestätigt. Die Ermittlungen unter Leitung von Staatsanwältin Veronica Lipari dauern an.
Die Kantonspolizei weist darauf hin, dass derartige Schockanrufe in den vergangenen Wochen wieder deutlich zugenommen haben.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo TI

