Luzern LU - Zug-Crash vom Juli 2016: Lokführer unschuldig
Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle
Mitte 2016 sind im Bahnhof Luzern zwei Züge miteinander kollidiert. Eine Untersuchung hat nun gezeigt, dass den Lokführer keine Schuld trifft.
Am Montag, 11. Juli 2016, um 11.58 Uhr kollidierte im Bahnhof Luzern die einfahrende S-Bahn 21941 (Lenzburg-Luzern) mit einer auf dem Gleis 10 abgestellten Messzugkomposition. Bei der Kollision wurden 13 Personen leicht verletzt. Am Rollmaterial entstand geringer Sachschaden.
Technische Aspekte:
- Die Bremsen der S-Bahn 21941 funktionierten einwandfrei.
- Die Kollision mit der auf Gleis 10 abgestellten Messzugkomposition erfolgte mit einer Geschwindigkeit kleiner als 5 km/h.
Betriebliche Aspekte:
- Die Einfahrt in das besetzte Gleis 10 wurde am Einfahrsignal A38 mittels Besetztsignal korrekt signalisiert.
- Der Lokführer hat die verschiedenen vorgeschriebenen Geschwindigkeitsschwellen ab der Einfahrt im Bahnhof Luzern eingehalten.
- Der Lokführer ist erfahren und streckenkundig. Er verfügt über gute Kenntnisse des Bahnhofs Luzern.
Ursachen:
- Die Kollision der S-Bahn 21941 mit der abgestellten Messzugkomposition ist auf eine zu spät eingeleitete Betriebsbremsung zurückzuführen.

