Die Eberle Spezialitäten AG ruft vier Minibrie-Sorten wegen Listerien zurück. Betroffen sind Knoblauch, Steinpilz und Chili bei Migros Ostschweiz sowie Marroni bei Coop. Die Produkte sollten nicht konsumiert werden.
Die Eberle Spezialitäten AG hat am Montag, 26. Oktober 2026, mehrere Produktrückrufe für Minibrie-Käsesorten veröffentlicht.
Welche Produkte sind vom Rückruf betroffen?
Der Rückruf betrifft vier Minibrie-Sorten der Eberle Spezialitäten AG, die bei Migros Ostschweiz und Coop verkauft wurden.
Bei Migros Ostschweiz verkauft:
Minibrie-Knoblauch
- Chargennummer: 146655
- Verbrauchsdatum: 21.11.2026 oder 25.11.2026*
- Chargennummern: 146817 und 146662
- Verbrauchsdatum: 21.11.2026 oder 25.11.2026*
- Chargennummer: 146656
- Verbrauchsdatum: 21.11.2026 oder 25.11.2026*
- Chargennummer: 146434
- Verbrauchsdatum: 25.11.2026
Wichtiger Hinweis zu den Verbrauchsdaten
Die offizielle Rückrufmitteilung für die bei Migros Ostschweiz verkauften Minibrie-Sorten enthält widersprüchliche Angaben.
Zu Beginn nennt der Hersteller das Verbrauchsdatum 25.11.2026. Weiter unten werden dagegen ausschliesslich Produkte mit dem Verbrauchsdatum 21.11.2026 als betroffen bezeichnet.
Welches der beiden Daten korrekt ist, konnte bislang nicht geklärt werden.
Kunden sollten deshalb insbesondere die Chargennummern kontrollieren. Produkte mit den genannten Chargennummern dürfen unabhängig vom aufgedruckten Verbrauchsdatum nicht konsumiert werden.
Beim Minibrie-Marroni von Coop besteht diese Unstimmigkeit nicht. Hier nennt der Hersteller eindeutig die Charge 146434 und das Verbrauchsdatum 25.11.2026.
Warum werden die Minibrie-Produkte zurückgerufen?
Grund für den Rückruf ist der Nachweis des Bakteriums Listeria monocytogenes in einem Produkt des Vorlieferanten.
Listerien können Magen-Darm-Erkrankungen und grippeähnliche Beschwerden auslösen. In bestimmten Fällen sind auch schwere Krankheitsverläufe möglich.
Besonders gefährdet sind:
- Säuglinge und Kleinkinder
- Schwangere
- Ältere Menschen
- Personen mit geschwächtem Immunsystem oder bestehenden Erkrankungen Aufgrund der möglichen Gesundheitsgefahr sollten die betroffenen Produkte keinesfalls konsumiert werden.
Wer nach dem Verzehr Beschwerden entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen. Besonders gefährdete Personen, insbesondere Schwangere, sollten auch ohne Beschwerden medizinisch abklären lassen, ob weitere Massnahmen nötig sind.
Wo wurden die betroffenen Produkte verkauft?
Die zurückgerufenen Minibrie-Sorten wurden über zwei Detailhändler vertrieben.
Migros Ostschweiz:
- Minibrie-Knoblauch
- Minibrie-Steinpilz
- Minibrie-Chili
Coop:
- Minibrie-Marroni
Andere Produkte sind laut Hersteller nicht von den Rückrufen betroffen.
Was sollten Kunden jetzt tun?
Kunden, die eine der genannten Minibrie-Sorten gekauft haben, sollten die Verpackung auf die entsprechende Chargennummer kontrollieren.
Die Chargennummer befindet sich in der Regel auf der Verpackung, beispielsweise auf der Rück- oder Unterseite.
Betroffene Produkte dürfen nicht konsumiert werden.
Die Rückgabe ist wie folgt möglich:
- Migros Ostschweiz: Minibrie-Knoblauch, Steinpilz und Chili können in allen Filialen der Migros Ostschweiz zurückgegeben werden.
- Coop: Minibrie-Marroni kann in allen Coop-Filialen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird in beiden Fällen vollständig erstattet, auch ohne Kassenbon.
⚠️ Zusätzlicher Sicherheitshinweis:
Wegen der widersprüchlichen Verbrauchsdaten bei den Migros-Produkten sollten Kunden nicht allein auf das Datum achten.
Wer eine der betroffenen Sorten besitzt und die Chargennummer nicht eindeutig zuordnen kann, sollte vorsichtshalber auf den Verzehr verzichten und sich beim Migros-Kundendienst erkundigen.
Kundenkontakt für weitere Informationen
Für Fragen zum Rückruf verweist die Eberle Spezialitäten AG auf den Kundendienst des jeweiligen Detailhändlers.
Die Eberle Spezialitäten AG entschuldigt sich bei den betroffenen Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten.
Quelle der Polizeinachricht: Eberle Spezialitäten AG