In Giessen (D) muss sich eine Frau vor Gericht verantworten, weil sie auf ihren 16-monatigen Sohn eingestochen hat. Anschliessend wollte sie sich selbst das Leben nehmen. Laut eigenen Aussagen befahl ihr die innere Stimme, das Kind zu töten.
Am vergangenen Freitag erschien eine 40-jährige Mutter dreier Kinder aus Nidda vor dem Giessener Landgericht. Die Angeklagte hat am 13. Mai 2018 siebenmal auf ihren 16 Monate alten Sohn mit einem Küchenmesser eingestochen. Dies tat sie auf die Aufforderung einer inneren Stimme. Anschliessend wollte sich die Frau mit dem Messer selbst töten. Sowohl das Kleinkind als auch die Mutter überlebten.
Wie die Angeklagte gegenüber dem Richter sagt, habe sie unter Halluzinationen gelitten. Eine innere Stimme habe ihr Befehle erteilt. Deshalb habe sie sich immer wieder in der psychiatrischen Klinik in Friedberg behandeln lassen. Sie habe zudem öfters vergessen, die Medikamente einzunehmen. "Ich verstehe die Tat selber nicht. Aber die innere Stimme hat mir befohlen, meinen Jungen umzubringen, weil er ein Mörder wird", sagte die 40-Jährige vor Gericht.
Mittlerweile wohnt die Frau in einer Psychiatrie. Im Verfahren wird nun geklärt, ob sie dort für immer bleiben soll. Ihr kleiner Sohn, dem es wieder gut geht, lebt bei seinem Vater.

