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Nebel, Glätte und Wildunfälle – Diese Gefahren drohen im Herbst

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Ein einzelnes gelbes Ahornblatt liegt auf einem regennassen Fenster. Im Hintergrund sind verschwommene Lichter zu sehen, die auf schlechte Sicht hinweisen.
(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei)

Im Herbst nehmen die Unfallgefahren zu. Nebel, Regen, nasses Laub und tief stehende Sonne erschweren die Sicht und verschlechtern die Strassenverhältnisse. Auch Wildwechsel stellt ein zunehmendes Risiko dar.

Mit den sinkenden Temperaturen und kürzeren Tagen werden die Bedingungen auf Schweizer Strassen anspruchsvoller. Nasses Laub auf der Fahrbahn kann die Haftung der Reifen verringern. Wasseransammlungen erhöhen wiederum das Risiko von Aquaplaning in der Schweiz. Bei tiefen Temperaturen müssen Verkehrsteilnehmer zudem stellenweise mit Glätte rechnen.
Der TCS empfiehlt deshalb, die Geschwindigkeit anzupassen, ausreichend Abstand zu halten und abrupte Brems- oder Lenkmanöver zu vermeiden.

Nebel im Strassenverkehr und tief stehende Sonne erhöhen Unfallgefahr

Besonders am Morgen und gegen Abend können Nebel und tief stehende Sonne die Sicht erheblich einschränken. Saubere Scheiben, funktionierende Scheibenwischer und eine intakte Beleuchtung sind deshalb besonders wichtig.
Bei schlechter Sicht muss das Abblendlicht eingeschaltet werden. Tagfahrlichter reichen nicht aus, da bei vielen Fahrzeugen die Rücklichter ausgeschaltet bleiben. Auch auf die automatische Lichtsteuerung ist bei Nebel nicht immer Verlass.
Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten dürfen nur bei entsprechend stark eingeschränkter Sicht verwendet werden.

Fussgänger und Velofahrer besonders gefährdet

Wer zu Fuss, mit dem Velo oder E-Trottinett unterwegs ist, sollte auf gute Sichtbarkeit achten.
Besonders hilfreich sind helle Kleidung und reflektierende Elemente. Auch eine funktionierende Beleuchtung ist entscheidend. Für E-Bikes und E-Trottinette gilt die Lichtpflicht auch tagsüber.
Wie früh werden Fussgänger erkannt?
Bei Dunkelheit macht die Kleidung einen erheblichen Unterschied:
  • Dunkle Kleidung: aus rund 25 Metern sichtbar
  • Helle Kleidung: aus rund 40 Metern sichtbar
  • Reflektierende Elemente: aus bis zu 140 Metern sichtbar
Reflektoren können die Sichtbarkeit deutlich verbessern und anderen Verkehrsteilnehmenden mehr Zeit zum Reagieren geben.

Winterreifen rechtzeitig montieren

Der TCS empfiehlt, Winterreifen bereits ab Oktober zu montieren und nicht auf den ersten Schneefall zu warten. Die Reifen sollten eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern aufweisen.
Auch das Alter spielt eine Rolle: Nach etwa fünf Jahren kann die Gummimischung zunehmend verhärten. Reifen, die älter als zehn Jahre sind, sollten unabhängig von der Profiltiefe nicht mehr verwendet werden.
Ein Autoreifen mit Schneeketten fährt durch eine verschneite Landschaft. Das Profil des Reifens ist mit Schnee bedeckt, während im Hintergrund leicht ein bewaldetes Gebiet zu erkennen ist.
(Symbolbild) (Bildquelle: Milan - AdobeStock)
Vor dem Winter sollten ausserdem Batterie, Beleuchtung und Fahrzeugflüssigkeiten überprüft werden. Eiskratzer, Schneebesen und gegebenenfalls Schneeketten gehören zur sinnvollen Winterausrüstung.

Richtiges Verhalten bei Wildunfall in der Schweiz

Im Herbst steigt besonders in der Morgen- und Abenddämmerung die Gefahr von Wildwechsel. In Waldgebieten und entlang von Feldern sollten Lenkerinnen und Lenker deshalb besonders aufmerksam und bremsbereit sein.
Ein Schild mit der Warnung vor Wildwechsel steht am Rand einer kurvenreichen Landstraße, die von Bäumen gesäumt ist.
Symbolbild (Bildquelle: Vladimir Srajber by Pexels)
Taucht ein Tier auf der Fahrbahn auf, empfiehlt der TCS, die Geschwindigkeit zu reduzieren, auf Abblendlicht umzuschalten und gegebenenfalls zu hupen. Gefährliche Ausweichmanöver sollten vermieden werden.

Richtig handeln nach einem Wildunfall

  • 1. Anhalten: Fahrzeug sichern und Warnblinker einschalten.
  • 2. Polizei verständigen: Einen Wildunfall umgehend melden.
  • 3. Abstand halten: Verletzte Wildtiere weder anfassen noch verfolgen.
  • 4. Nicht mitnehmen: Auf Polizei oder zuständige Fachpersonen warten.
Auch wenn das Tier nach dem Zusammenstoss wegläuft, muss der Vorfall gemeldet werden.

Aquaplaning bei Regen

Bei starkem Regen und Wasseransammlungen auf der Fahrbahn steigt die Gefahr von Aquaplaning. Dabei bildet sich ein Wasserfilm zwischen Reifen und Strasse, wodurch das Fahrzeug den Kontakt zur Fahrbahn verlieren kann.
Lenk- und Bremsmanöver sind dann kaum noch wirksam. Der TCS empfiehlt deshalb, die Geschwindigkeit bei Nässe deutlich zu reduzieren und genügend Abstand zu halten. Der Bremsweg bei Nässe verlängert sich im Vergleich zu trockener Fahrbahn übrigens um das 1,5- bis 2-fache
Kommt es zu Aquaplaning, sollten Lenkerinnen und Lenker das Lenkrad ruhig halten, vom Gas gehen und abrupte Brems- oder Lenkbewegungen vermeiden.
Wer sein Fahrzeug rechtzeitig vorbereitet und die Fahrweise den herbstlichen Bedingungen anpasst, kann das Unfallrisiko deutlich reduzieren.
Quelle der Nachricht: TCS

Kategorien:

Verkehr

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