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Neuenhof/A1: 20 Kilometer Stau nach LKW-Crash

Kantonspolizei Aargau

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Neuenhof/A1: 20 Kilometer Stau nach LKW-Crash

Der Fahrer eines Sattelschleppers verlor gestern Abend auf der A1 bei Neuenhof die Herrschaft über seine Komposition und durchbrach die Leitplanke. Die Bergungs- und Räumungsarbeiten dauerten mehrere Stunden. Lange Staus waren die Folge.

Der bulgarische Fahrer war am Donnerstagnachmittag mit seinem Sattelmotorfahrzeug auf dem Normalstreifen der A1 in Richtung Zürich unterwegs. Auf der leicht abfallenden Rampe nach dem Bareggtunnel verlor er gegen 15.50 Uhr die Kontrolle über seine Komposition. Schleudernd überquerte er die beiden Überholstreifen und durchbrach dann die Mittelleitplanke. Ineinander verkeilt kamen Sattelschlepper und Auflieger in der Mitte der Autobahn zum Stillstand (polizeiticker.ch berichtete).
Eine Ambulanz brachte den 47-jährigen Chauffeur vorsorglich ins Kantonsspital Baden. Nach ersten Angaben wurde er nicht schwer verletzt.
Am Sattelmotorfahrzeug sowie an der Leitplanke entstand grosser Schaden. Dieser beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere zehntausend Franken.
Herumfliegende Trümmer trafen zudem ein Auto, das im gleichen Augenblick auf der Gegenfahrbahn vorbeifuhr. Dessen Lenkerin kam mit dem Schrecken davon. Am Auto entstand Sachschaden.
Kapo Aargau sucht Zeugen
Die Unfallursache ist noch unklar. Zum Zeitpunkt des Verkehrsunfalls herrschte starker Regen. Die Staatsanwaltschaft Baden ordnete beim Fahrer eine Blutund Urinuntersuchung an. Die Kantonspolizei Aargau hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Sie aberkannte dem Chauffeur den ausländischen Führerausweis.
Zur Klärung der Unfallursache sucht die Mobile Einsatzpolizei in Schafisheim (Telefon 062 886 88 88) Augenzeugen.
Aufwändige Bergung
Das havarierte Sattelmotorfahrzeug blockierte in beiden Fahrtrichtungen jeweils den ersten und den zweiten Überholstreifen. Im einsetzenden Feierabendverkehr bildete sich sofort Rückstau. Dieser wuchs in Fahrtrichtung Zürich auf rund 17 Kilometer, in Richtung Bern gar auf rund 20 Kilometer an. Auch auf der A3 stauten sich die Fahrzeuge auf vielen Kilometern. Stark beeinträchtigt war der Verkehr auch vielen Hauptstrassen im Grossraum Lenzburg / Baden.
Eine spezialisierte Bergungsunternehmung war frühzeitig mit schwerem Gerät auf der Unfallstelle im Einsatz. Die Bergung erwies sich als aufwändig, zumal sich der Sattelschlepper mit der Leitplanke verkeilt hatte und stark beschädigt war. Im weiteren war die Feuerwehr Baden im Einsatz. Sie musste insbesondere in Fahrtrichtung Bern grosse Mengen Ölbinder ausbringen, da von den beschädigten Fahrzeugtanks Diesel auf die Fahrbahn floss. Später wurde zusätzlich die Feuerwehr Wettingen zur Errichtung einer Ölsperre auf der Limmat angefordert.
Um die beschädigten Leitplanken zu entfernen und provisorisch zu ersetzen, war eine Equipe des Unterhaltsdienstes zur Stelle.
Die Unfallstelle war um 19.15 Uhr geräumt und gereinigt.

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