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Personenkontrolle anlässlich unbewilligter Kundgebung in Bern

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Zahlreiche Personen haben sich am Dienstagabend beim Bahnhofsplatz in Bern zu einer unbewilligten Kundgebung versammelt. Mit Blick auf die Ausschreitungen von vergangenem Samstag war die Polizei mit einem entsprechenden Dispositiv vor Ort. Insgesamt wurden 59 Personen kontrolliert.

Die Kantonspolizei Bern hat Kenntnis davon erhalten, dass für den Dienstagabend zu einer unbewilligten Demonstration aufgerufen wurde. Mit Blick auf die gewalttätigen Ausschreitungen vom vergangenen Samstag und dem Ziel, eine neuerliche Konfrontation zwischen verschiedenen Volksgruppen zu verhindern, wurde ein entsprechendes Dispositiv erstellt. Bei den Ausschreitungen waren zahlreiche Personen, darunter auch Polizisten, verletzt worden. Zudem ist der Bahnhofsplatz in den frühen Abendstunden mit dem Feierabendverkehr stark frequentiert.

Kurz nach 18.00 Uhr zeigte sich, dass sich mehrere Personengruppen von der Reitschule aus zum Bahnhofsplatz bewegten und sich mit Angehörigen der bei der Konfrontation vom Samstag beteiligten Volksgruppe zu der unbewilligten Kundgebung versammelten. Am späten Samstagabend war es nach einem Demonstrationsaufruf von der Schützenmatte aus zu Angriffen gegen Polizistinnen und Polizisten und Sachbeschädigungen gekommen.

Die Angreifer hatten sich danach teilweise in die Reitschule zurückgezogen. Deshalb wurde entschieden, eine Personenkontrolle durchzuführen und die Personalien der Teilnehmenden zu überprüfen. Um die Personenkontrolle so rasch als möglich und koordiniert durchzuführen sowie das Risiko der Gefährdung von Dritten, Konfrontationen zwischen Gruppierungen und Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten so weit als möglich ausschliessen, war ein entsprechendes Aufgebot im Einsatz. Wer der Aufforderung nachkam, konnte die Kontrolle danach auch ungehindert verlassen.

Frauen mit Kindern dabei

Unter den Teilnehmenden befanden sich auch zwei Frauen mit Kindern. Diese wurden persönlich angesprochen und es wurde ihnen angeboten, ihre Personalien prioritär zu überprüfen. Während eine der Frauen zustimmte, gab die andere an, bis zum Schluss bleiben zu wollen.

Die Mehrzahl der insgesamt 59 Kontrollierten leistete der Aufforderung Folge. So konnten 56 Personen vor Ort überprüft werden und konnten die Kontrolle ungehindert verlassen. Zwei Männer weigerten sich, ihre Personalien bekannt zu geben und mussten mit in Räumlichkeiten der Polizei genommen werden. Sie werden wegen Hinderung einer Amtshandlung verzeigt. Eine Frau trug bei der Kontrolle ein Grossgebinde Reizstoff auf sich und wurde deshalb befragt. Alle drei Personen wurden kurz vor 22.00 Uhr entlassen. Eine vor Ort kontrollierte Person wurde wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz verzeigt.

Auf dem Bahnhofsplatz wurden Gegenstände sowie Nahrungsmittel zurückgelassen. Die Kundgebungsteilnehmenden wollten diese auf Nachfrage nicht mitnehmen und gaben an, diese später abholen zu wollen.

Kategorien:

Bern
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