Pratteln BL – Rekordfund: 3'200 illegale Peptid-Fläschchen entdeckt
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Bei einer Hausdurchsuchung in Pratteln BL sind im September 2026 mehr als 3'200 Injektionsfläschchen mit illegal importierten Peptiden sichergestellt worden. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um den bislang grössten Fund dieser Art in der Schweiz.
Aufgrund einer Strafanzeige hat die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft eine Strafuntersuchung gegen eine Frau (Alter: 38 Jahre, Nationalität: Kosovo) und einen Mann (Alter: 34 Jahre, Nationalität: Kosovo) wegen des Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Sportförderungsgesetz und das Heilmittelgesetz eröffnet.
Im September 2026 führte die Polizei Basel-Landschaft im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft in der Privatwohnung der Beschuldigten in Pratteln eine Hausdurchsuchung durch. Im Rahmen dieser Massnahme konnten über 3'200 Injektionsfläschchen mit illegal in die Schweiz importierten Peptiden sowie umfangreiches Zubehör wie Spritzen, Verpackungsmaterial und Etiketten etc. sichergestellt werden.
Nach dem aktuellen Kenntnisstand der Staatsanwaltschaft handelt es sich hierbei um die bislang grösste Sicherstellung illegaler Peptide in der Schweiz.
Illegal importierte Peptide – Herkunft, Lagerung und Wirkstoffe unklar
Peptide werden zunehmend über unkontrollierte Online-Kanäle zum Kauf angeboten. Bei so eingekauften Produkten ist unklar, unter welchen Bedingungen sie hergestellt und gelagert worden sind und ob die Angaben zu den enthaltenen Wirkstoffen und Konzentrationen korrekt sind.
Entsprechend können mit der Verwendung dieser Peptide erhebliche gesundheitliche Risiken einhergehen. Der Import dieser Produkte und der Handel mit ihnen ist verboten.
Das Schweizerische Heilmittelinstitut (Swissmedic) hat am 22. Juni 2026 gemeinsam mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) und Swiss Sport Integrity (SSI) eine Schwerpunktaktion zu illegal importierten Peptiden durchgeführt. Dabei wurden gezielt Sendungen kontrolliert, bei denen der Verdacht bestand, dass sie illegal importierte Peptide oder vergleichbare Substanzen enthalten. Weitere Informationen zur Schwerpunktaktion «Peptide 2026» sind online erhältlich.
Das durch die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft geführte Strafverfahren steht in Zusammenhang mit der genannten Schwerpunktaktion von Swissmedic, BAZG und SSI.
Quelle der Nachricht: Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft
