Reconvilier BE - Zwei Personen angehalten - Ermittlungen weiter im Gang
Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland/Kapo Bern
Die umfangreichen Ermittlungen im Zusammenhang mit dem in Reconvilier leblos aufgefundenen Neugeborenen dauern an. Zwei Personen - die Mutter des Kindes sowie ein Mann - wurden angehalten. Ihre Rollen bei den Ereignissen sowie die genauen Umstände, die zum Tod des Kindes geführt haben, werden untersucht.
Seit am vergangenen Donnerstag, 17. Januar 2019, ein lebloses Neugeborenes in
Reconvilier aufgefunden worden ist, hat die Kantonspolizei Bern unter der Leitung
der Regionalen Staatsanwaltschaft umfangreiche Ermittlungen getätigt. Ebenso sind
am Institut für Rechtsmedizin Universität Bern komplexe Untersuchungen zur
genauen Todesursache im Gang.
Gemäss den Erkenntnissen aus den polizeilichen Ermittlungen sowie ersten
medizinischen Untersuchungsergebnissen handelt es sich bei der Frau, welche am
Freitag ermittelt worden ist, um die Mutter des Kindes. Die junge Frau sowie ein
Mann waren gleichentags durch die Kantonspolizei Bern angehalten worden. Der
Mann befindet sich in Untersuchungshaft; die Frau wurde in die Obhut einer
geeigneten Institution übergeben, um ihr eine ärztliche Behandlung zu ermöglichen.
Todesumstände noch unklar
Die genauen Umstände, die zum Tod des Kindes geführt haben, sind - wie auch die
Todesursache selber - Gegenstand der weiterhin laufenden Ermittlungen. Die
entsprechenden gerichtsmedizinischen Untersuchungen sind noch nicht
abgeschlossen; ersten Erkenntnissen zufolge muss davon ausgegangen werden,
dass das Kind bei der Geburt gelebt hat.
Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen gilt es somit auch zu klären, ob und
inwiefern eine Straftat vorliegt und welche Rollen die beiden Personen bei den
Ereignissen gespielt haben. Es gilt für beide Personen die Unschuldsvermutung.


