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Sargans SG – Gebiet nach Felssturz am Gonzen wieder freigegeben

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Eine steile Felswand zeigt gräuliches Gestein mit vereinzelten grünen Flecken von Flechten und Büschen. Keine Menschen oder Fahrzeuge erkennbar.
Rund 500 Kubikmeter Gestein lösten sich am Montagabend aus der Gonzenwand. (Bildquelle: Gemeinde Sargans, Michael Kohler)

An der Gonzenwand bei Sargans hat sich ein Felssturz mit rund 500 Kubikmetern Gestein ereignet. Menschen wurden nicht verletzt. Nach einer Begutachtung durch Fachleute konnte das Gebiet wieder freigegeben werden.

Am Montagabend hat sich an der Gonzenwand über Sargans ein Felssturz ereignet. Kurz nach 20 Uhr löste sich ein Felsbrocken auf einer Höhe von rund 1530 Metern über Meer. Rund 500 Kubikmeter Material stürzten in Richtung Gonzenwald und zerschellten bereits an der Felswand.
Ein Pilot mit Helm sitzt im Cockpit eines Hubschraubers, während dieser über eine grüne, bergige Landschaft fliegt.
Nach der Sicherheitsanalyse konnte das Gebiet wieder freigegeben werden. (Bildquelle: Gemeinde Sargans, Michael Kohler)
Die zersplitterten Blöcke mit einem Durchmesser von ein bis zwei Metern kamen schliesslich auf rund 1200 Metern über Meer zum Stillstand. Der Schutzwald verhinderte grössere Schäden. Menschen wurden nicht verletzt.
Ein Baumstamm, der umgestürzt ist, liegt in einem dichten Waldgebiet mit grünen Blättern und Vegetation ringsum.
Der Schutzwald verhinderte, dass die Felsblöcke weiter ins Tal stürzten. (Bildquelle: Gemeinde Sargans, Michael Kohler)
Am Dienstagmorgen verschafften sich Gemeindepräsident Stefan Kohler und Geologe David Imper aus der Luft einen Überblick über die Situation. Die Begutachtung ergab, dass die Abrissstelle sauber umrissen ist und das abgestürzte Material weitgehend oberhalb des Wanderwegs zur Gonzenleiter liegen blieb.
Ein steiler Berghang in einer alpinen Region zeigt ein ausgedehntes Geröllfeld, das von dichten Wäldern flankiert wird.
Die zersplitterten Gesteinsmassen kamen oberhalb des Wanderwegs zum Stillstand. (Bildquelle: Gemeinde Sargans, Michael Kohler)
Zwar wurden einzelne Buchen beschädigt und Haselsträucher entlaubt, eine akute Gefahr besteht laut den Fachleuten jedoch nicht mehr. Das liegen gebliebene Geröll dürfte sich kaum mehr bewegen. Auch der Schutzwald verfügt weiterhin über genügend Rückhaltekapazität.
Lediglich an der Felswand könnten sich vereinzelt noch einzelne Steine lösen. Ein gewisses Restrisiko sei in einem solchen Gelände jedoch nie vollständig auszuschliessen.
Der Blick aus einem Hubschrauber führt über ein Armaturenbrett hin zu einer felsigen Berglandschaft. Links im Bild ist eine Person in orangener Kleidung zu sehen.
Fachleute begutachteten die Abrissstelle am Dienstag aus der Luft. (Bildquelle: Gemeinde Sargans, Michael Kohler)
Auch Revierförster Bruno Meli kommt zum Schluss, dass keine langfristigen Folgen oder anhaltenden Gefahrensituationen bestehen. Die Gemeinde Sargans hebt deshalb die Sperrung des Waldgebiets unterhalb der Gonzenwand per Mittwoch wieder auf.
Die Aufnahme zeigt eine Felswand mit deutlichen Rissen, Abbrüchen und vereinzelter Vegetation an den Rändern. Der helle Stein hebt sich von der umgebenden Vegetation ab.
Bei dem Felssturz am Gonzen stürzten rund 500 Kubikmeter Gestein hinab. (Bildquelle: Gemeinde Sargans, Michael Kohler)
Zur Ursache des Felssturzes können derzeit keine gesicherten Angaben gemacht werden. Weder Frost-Tau-Wechsel noch starke Niederschläge kommen als offensichtliche Auslöser infrage. Auch ein Zusammenhang mit den jüngsten Erdbeben, dem Klimawandel oder Permafrost bleibt Spekulation.
Für die Gemeinde und die beteiligten Fachstellen bleibt das Ereignis vor allem ein Beispiel dafür, dass die bestehenden Schutzmassnahmen und Notfallkonzepte funktioniert haben.
Quelle der Polizeinachricht: Gemeinde Sargans

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