Sargans SG – Gebiet nach Felssturz am Gonzen wieder freigegeben
Redaktion Polizeiticker Schweiz
An der Gonzenwand bei Sargans hat sich ein Felssturz mit rund 500 Kubikmetern Gestein ereignet. Menschen wurden nicht verletzt. Nach einer Begutachtung durch Fachleute konnte das Gebiet wieder freigegeben werden.
Am Montagabend hat sich an der Gonzenwand über Sargans ein Felssturz ereignet. Kurz nach 20 Uhr löste sich ein Felsbrocken auf einer Höhe von rund 1530 Metern über Meer. Rund 500 Kubikmeter Material stürzten in Richtung Gonzenwald und zerschellten bereits an der Felswand.
Die zersplitterten Blöcke mit einem Durchmesser von ein bis zwei Metern kamen schliesslich auf rund 1200 Metern über Meer zum Stillstand. Der Schutzwald verhinderte grössere Schäden. Menschen wurden nicht verletzt.
Am Dienstagmorgen verschafften sich Gemeindepräsident Stefan Kohler und Geologe David Imper aus der Luft einen Überblick über die Situation. Die Begutachtung ergab, dass die Abrissstelle sauber umrissen ist und das abgestürzte Material weitgehend oberhalb des Wanderwegs zur Gonzenleiter liegen blieb.
Zwar wurden einzelne Buchen beschädigt und Haselsträucher entlaubt, eine akute Gefahr besteht laut den Fachleuten jedoch nicht mehr. Das liegen gebliebene Geröll dürfte sich kaum mehr bewegen. Auch der Schutzwald verfügt weiterhin über genügend Rückhaltekapazität.
Lediglich an der Felswand könnten sich vereinzelt noch einzelne Steine lösen. Ein gewisses Restrisiko sei in einem solchen Gelände jedoch nie vollständig auszuschliessen.
Auch Revierförster Bruno Meli kommt zum Schluss, dass keine langfristigen Folgen oder anhaltenden Gefahrensituationen bestehen. Die Gemeinde Sargans hebt deshalb die Sperrung des Waldgebiets unterhalb der Gonzenwand per Mittwoch wieder auf.
Zur Ursache des Felssturzes können derzeit keine gesicherten Angaben gemacht werden. Weder Frost-Tau-Wechsel noch starke Niederschläge kommen als offensichtliche Auslöser infrage. Auch ein Zusammenhang mit den jüngsten Erdbeben, dem Klimawandel oder Permafrost bleibt Spekulation.
Für die Gemeinde und die beteiligten Fachstellen bleibt das Ereignis vor allem ein Beispiel dafür, dass die bestehenden Schutzmassnahmen und Notfallkonzepte funktioniert haben.
Quelle der Polizeinachricht: Gemeinde Sargans

