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Schulbeginn in St.Gallen – Rücksicht auf Kinder im Strassenverkehr

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Ein Verkehrsschild mit der Aufschrift 'Schule' steht an einer Straße, während mehrere Kinder mit Rucksäcken vorbeigehen.
Eltern sollten den sicheren Schulweg vorab gemeinsam mit ihren Kindern üben. (Bildquelle: Kapo SG)

Am Montag, 10. August 2026, beginnt für viele Kinder das neue Schuljahr und damit wieder der tägliche Schulweg. Polizei und TCS appellieren an alle Verkehrsteilnehmenden, besonders aufmerksam zu fahren und Kindern genügend Zeit zu geben.

Gerade in den ersten Wochen ist der Schulweg für Kinder eine besondere Herausforderung. Sie lernen, sich im Strassenverkehr richtig zu verhalten, können aber nach Aussagen der Kantonspolizei St. Gallen Gefahren, Geschwindigkeiten und Distanzen noch nicht zuverlässig einschätzen. Die Polizei gibt darum auch in diesem Jahr entsprechende Verhaltensregeln für alle Verkehrsteilnehmenden heraus:
  • Fahren Sie vorausschauend und langsam, wenn mit Kindern im Strassenraum gerechnet werden muss.
  • Halten Sie vollständig an, wenn ein Kind mit Vortritt die Strasse überqueren will. Von der Polizei lernen Kinder, erst über die Strasse zu gehen, wenn die Räder stillstehen.
  • Verzichten Sie auf Handzeichen, damit sich das Kind auf den übrigen Verkehr konzentrieren kann.
  • Geben Sie dem Kind die Zeit, die es braucht und bleiben Sie so lange stehen, bis es die Strasse vollständig überquert hat.

«Warte, luege, lose, laufe»

Auch Eltern und Betreuungspersonen leisten einen entscheidenden Beitrag zu Sicherheit im Strassenverkehr – vor allem für die kleinsten und schwächsten Verkehrsteilnehmenden. Sie sind darum von der Kantonspolizei angehalten, den Schulweg mit ihren Kindern zu üben und schwierige Stellen in Ruhe zu erklären. Die Wahl des Schulwegs sollte dabei nicht aufgrund der kürzesten Distanz, sondern der grössten Sicherheit getroffen werden. Gut sichtbare Kleidung mit reflektierenden Elementen tragen zusätzlich zur Sicherheit der Kinder bei. Zu guter Letzt greift schliesslich auch die Vorbildfunktion: «Unterstützen Sie Ihr Kind, indem Sie die Verkehrsregeln selbst einhalten und thematisieren», empfiehlt die Polizei.
Indes empfiehlt die Kantonspolizei nach wie vor den bewährten Merksatz «Warte, luege, lose, laufe» als Fundament für ein sicheres Verhalten der Kinder. Als erstes sollten die Kinder lernen, vor dem Überqueren der Strasse immer zuerst stehen zu bleiben – der Randstein ist der Stoppstein. Danach gilt:
  • «Warte»: Vor dem Fussgängerstreifen oder dem Randstein stehen bleiben
  • «Luege»: Auf beide Seiten schauen, ob ein Fahrzeug kommt
  • «Lose»: Gut hinhören. Manchmal hört man etwas, das man noch nicht sieht, zum Beispiel in einer Kurve
  • «Laufe»: Erst gehen, wenn kein Fahrzeug kommt oder wenn die Räder stillstehen. Nie rennen und beim Überqueren weiterhin auf den Verkehr achten (Kontrollblick)

«Luege, brämse, halte»

Wie für die Kinder ein Merksatz existiert, hat der Touring Club Schweiz (TCS) auch einen Merksatz für die Erwachsenen entwickelt, der im Zuge einer mehrjährigen Kampagne nachhaltig sensibilisieren soll. Für sie gilt: «Luege, brämse, halte». 2026 steht das «Brämse» im Fokus: «Wer frühzeitig verlangsamt, kann rechtzeitig reagieren, wenn ein Kind unerwartet die Strasse betritt», empfiehlt der TCS.
Ziel der Kampagne sei es, nicht nur das Bewusstsein für die Gefahren im Strassenverkehr zu schärfen, sondern auch eine Verhaltensänderung bei allen Verkehrsteilnehmenden zu bewirken – insbesondere bei Autofahrenden.
Quelle der Nachricht: Gemeinde Sargans

Kategorien:

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