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Schutz vor Einbrecher: Polizeiauto-Attrappen

S.G.

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Schutz vor Einbrecher: Polizeiauto-Attrappen

Angst vor Dieben? Das könnte helfen.

Sie sehen fast echt aus. Jemand, der sich damit nicht auskennt, würde vermutlich nicht merken, dass diese Autos doch nur Attrappen sind.  "Sie sehen nur in etwa so aus", sagt Maximilian Faust von der Firma Blue White, die ihren Sitz in Birkenwerder (Oberhavel) hat. "Jeder kann sich eines unser 17 Autos mieten, um sein Grundstück vor Einbrechern zu schützen", sagt er.
Der Firmenname Blau-Weiss ist bewusst gewählt, da Blau die neue Farbe der Polizei in inzwischen fast allen Bundesländern ist. Auch in Bayern werden künftig blau-weisse Wägen fahren, da dies europaweit fast überall Standard ist. 
Die Idee der Vermieter ist relativ einfach: Wenn ein Streifenwagen vor dem Einfamilienhaus steht, macht der Dieb einen Bogen ums Grundstück. "Es geht vor allem darum, wenn Leute übers Wochenende weg sind oder im Urlaub", erzählt Kraft.
"Wir haben uns das ja eigentlich gar nicht selbst ausgedacht.“ Er und sein Geschäftspartner bauten vor vier Jahren den ersten silbernen Gebrauchtwagen zu einem Polizeiauto um. "Als Filmrequisit", erzählt Kraft. "Denn die Filmleute nehmen keine echten Polizeiautos. Unsere Wagen bringen wir zum Dreh bis Frankfurt am Main." Und wenn die mal nicht als Requisiten gebraucht werden, stehen sie im Gewerbegebiet. "Als ein Nachbar mal in den Urlaub fliegen wollte, fragte er, ob wir nicht einen Streifenwagen vor sein Haus stellen können – nur so zur Sicherheit", erzählt Kraft. "Und schon war die Geschäftsidee geboren."
Legal sei es. Die Firma habe alle Genehmigungen besorgt, sagt er. Der Mieter bekomme den Autoschlüssel auch nicht ausgehändigt. Denn da es nun mal kein offizielles Polizeiauto sei, dürfe damit auch niemand durch die Stadt fahren oder es auf öffentlichen Straßen abstellen. Auch die Vermieter dürfen damit zum Mieter nur fahren, wenn sie vorher den Polizei-Schriftzug abkleben und das Blaulicht abdecken. Dann wird das Auto beim Mieter abgestellt.

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