Schwyz – Straftaten leicht rückläufig – neue Risiken steigen
Redaktion Polizeiticker Schweiz
(Symbolbild) (Bildquelle: Kantonspolizei Schwyz)
Im Kanton Schwyz ist die Zahl der Straftaten 2025 leicht gesunken. Gleichzeitig nahmen Cyberkriminalität und Delikte gegen die sexuelle Integrität zu, während auch die Verkehrsunfälle wieder anstiegen.
Die PKS beinhaltet nur die bekannt gewordene Kriminalität – das sogenannte "Hellfeld". Zur Dunkelziffer – Straftaten, die der Polizei nicht bekannt sind – enthält die PKS keine Aussagen. Damit gibt die PKS nicht das tatsächliche Kriminalitätsvorkommen wieder, sondern lediglich die von der Polizei erfasste Kriminalität.
Im Jahr 2025 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 6'591 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer leichten Abnahme von 3% (-215 Taten), stellt allerdings den dritthöchsten Stand seit Messbeginn im Jahr 2009 dar.
Die schweren Gewaltstraftaten nahmen um 3% (+1 Tat) zu. Insgesamt wurden 30 schwere Gewaltstraftaten registriert. Darunter fallen drei versuchte Tötungsdelikte (wovon zwei mit einer Schneid-/Stichwaffe), zwölf schwere Körperverletzungen (hauptsächlich mittels Körpergewalt) und 15 Vergewaltigungen. Die Aufklärungsquote bei den Gewaltstraftaten liegt weiterhin bei erfreulich hohen 88% (+3%).
Weiter wurden vier Raubdelikte verzeichnet.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Kanton Schwyz über 1.4 Kilogramm Kokain sichergestellt.
Die Straftaten gegen die sexuelle Integrität nehmen seit Messbeginn tendenziell zu, im vergangenen Jahr um 45% (+48 Taten): Unter anderem die Straftaten wegen sexueller Belästigung (+19 Taten), sexueller Handlungen mit Kindern (+4 Taten), Exhibitionismus (+4 Taten) und Pornografie (+20 Taten).
Auch die digitale Kriminalität steigt seit Messbeginn ebenfalls kontinuierlich an, im vergangenen Jahr um 7%. Den grössten Anteil machte die Cyber-Wirtschaftskriminalität aus (+96 Taten). Dabei stach erneut das Phishing hervor, mit einer Zunahme von 40% (+80 Taten). Nach einem Rekordjahr belief sich die angezeigte Schadenssumme im Kanton Schwyz im vergangenen Jahr auf 14.4 Millionen Franken (-34%).
Die Straftaten gegen das Vermögen reduzierten sich um 6% (-209 Taten), insbesondere die Diebstähle (-8%; -96 Taten). Deutlich erkennbar ist der Rückgang bei den Einschleichdiebstählen (-32%; -64 Taten).
Bei Straftaten des Strafgesetzbuches handelt es sich bei den beschuldigten Personen zu 54% um Personen ausländischer Staatsherkunft, gegenüber 46% Schweizer/innen.
Verkehrsunfallstatistik 2025:
Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 794 (2024: 743) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Dabei liessen zwei Menschen ihr Leben. 56 (49) Personen erlitten erhebliche Verletzungen, davon zwei (drei) lebensbedrohliche. Die Zahl der Leichtverletzten lag bei 288 (263). Die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden stieg auf 289 (261) und diejenige mit Sachschaden auf 505 (482).
Mit 140 (125) Unfällen ist das Missachten des Vortritts wieder die häufigste Unfallursache, gefolgt von Unaufmerksamkeit und Ablenkung mit 111 (94) Unfällen.
Die Anzahl verunfallter Fussgänger ist gegenüber dem Vorjahr wieder angestiegen (+13) und liegt bei 44 (31). Demgegenüber ist erfreulich, dass die Anzahl der verunfallten Kinder von 15 auf 8 gesunken ist.
Würdigung aus Sicht des Kommandanten
Der leichte Rückgang der Straftaten freut den Kommandanten. "Insgesamt präsentiert sich die Sicherheitslage stabil und deckt sich in etwa mit den Zahlen der gesamtschweizerischen Kriminalstatistik", so Bruno Suter, Polizeikommandant.
"Die digitale Kriminalität nahm wie erwartet weiter zu. Es ist jedoch zu beobachten, dass diese Zunahme im Vergleich zu den letzten Jahren minim abgeflacht ist".
"Der Rückgang bei den Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz zeigt wie schon in den vergangenen Jahren exemplarisch auf, dass die Bekämpfung der sogenannten Hol-Kriminalität (u.a. Organisierte Kriminalität, Menschenhandel, Geldwäscherei etc.) aufgrund der anhaltend hohen Anzahl an Bring-Delikten mit den derzeit zur Verfügung stehenden Ressourcen eine grosse Herausforderung darstellt."
"Die gestiegene Zahl der Verkehrsunfälle und die Zunahme der Verletzten sind unerfreulich. Wir werden unsere Mittel und Massnahmen weiterhin darauf ausrichten, die schwächsten und ungeschützten Teilnehmer im Strassenverkehr zu schützen, und so versuchen, menschliches Leid zu verhindern."
Würdigung aus Sicht des Sicherheitsdirektors:
"Die Ergebnisse des vergangenen Jahres verdeutlichen die breite und anspruchsvolle Tätigkeit der Polizei". Regierungsrat Xaver Schuler, Vorsteher des Sicherheitsdepartements, hält fest, dass die Kantonspolizei ihren gesetzlichen Auftrag wirkungsvoll und sehr engagiert erfüllt.
"Die gesellschaftlichen Entwicklungen mit neuen Phänomenen wirken sich bereits heute auf den polizeilichen Aufwand aus und werden auch künftig zusätzliche Anforderungen mit sich bringen. Die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Schwyz arbeiten täglich professionell, verantwortungsbewusst und verhältnismässig, damit wir uns im Kanton Schwyz sicher fühlen können. Seitens Politik stehen wir in der Verantwortung, die Polizei weiter zu stärken, damit wir weiterhin wirkungsvoll bleiben können", betont Xaver Schuler.
Er spricht den Mitarbeitenden der Kantonspolizei Schwyz seinen Dank aus – für ihren täglichen Einsatz zugunsten der Sicherheit der Bevölkerung im Kanton Schwyz.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo Schwyz


