Die Störung der Fernsteuerung für die stationären Sirenen in der Schweiz ist grösstenteils behoben. Ursache war ein fehlerhaftes Software-Update.
Kommunikationskanäle zur Fernsteuerung der Sirenen weitgehend wiederhergestellt – Ursache der Störung bekannt
Die Störung der Fernsteuerungssysteme für die Sirenen konnte weitgehend behoben werden. Die Kommunikationsverbindungen zwischen den Fernsteuergeräten und den zentralen Systemkomponenten funktionieren inzwischen bei mehr als 90 Prozent der rund 5.000 stationären Sirenen wieder.
Als Ursache der Störung wurde ein Update einer Kommunikationssoftware identifiziert. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) analysiert den Vorfall derzeit gemeinsam mit den beteiligten Lieferanten und den Kantonen und arbeitet gleichzeitig an einer endgültigen Lösung.
Trotz der technischen Störung war die Alarmierung und Information der Bevölkerung jederzeit gewährleistet, da die Sirenen weiterhin direkt vor Ort ausgelöst werden konnten.
Software-Update verursachte Verbindungsabbruch
Ein Update der Kommunikationssoftware führte bereits am Freitagnachmittag zu einer Unterbrechung des Verbindungsaufbaus zwischen den Fernsteuergeräten und den zentralen Systemkomponenten. Dadurch ging die Kommunikation zwischen den Geräten und der Zentrale verloren.
Kommunikation wiederhergestellt
Ab Montag konnte die Verbindung zwischen den Fernsteuergeräten und den zentralen Systemkomponenten schrittweise wiederhergestellt werden. Nach dem Rückgängigmachen des Software-Updates funktioniert der Verbindungsaufbau wieder einwandfrei.
Das System wird jedoch weiterhin verstärkt überwacht. In den kommenden Tagen sollen zusätzliche Arbeiten an den Fernsteuergeräten durchgeführt werden, bei denen die Störung weiterhin besteht.
Detaillierte Analyse des Vorfalls
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz arbeitet eng mit den beteiligten Lieferanten zusammen, um den Vorfall umfassend zu analysieren. Ziel ist es, ähnliche Fehler künftig zu vermeiden und die Behebung vergleichbarer Störungen weiter zu verbessern.
Die Kantone als Hauptnutzer des Sirenensystems werden seit Samstag fortlaufend über die Störung und den Stand der Arbeiten informiert.
Alarmierung der Bevölkerung blieb jederzeit sichergestellt
Die Störung betraf zunächst ab Freitagnachmittag einzelne Fernsteuergeräte und weitete sich ab Sonntag auf das gesamte System aus. Ab diesem Zeitpunkt konnten die Sirenen nicht mehr von den Einsatzzentralen der Kantonspolizeien ausgelöst werden.
Die Sirenen konnten jedoch weiterhin manuell vor Ort aktiviert werden. Zusätzlich standen die Alertswiss-App und die Alertswiss-Website, verpflichtende Radiodurchsagen sowie rund 2.200 mobile Sirenen uneingeschränkt zur Verfügung.
Dadurch war die Information, Warnung und Alarmierung der Bevölkerung während der gesamten Störung jederzeit gewährleistet.
Quelle der Polizeinachricht: Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS)
