St-Maurice VS - Manipuliertes Abgasentgiftungssystem an Lastwagen festgestellt
Kantonspolizei Wallis
Die Spezialisten des Schwerverkehrskompetenzzentrums (SVZZ) in St-Maurice hielten am 5. März 2019 einen Lastwagen an. Bei der Kontrolle wurde eine Manipulation am Abgasentgiftungssystem festgestellt. Daneben hielt der Lenker nicht die vorgeschriebene Lenk- und Ruhezeit ein.
Der Lastwagen mit bulgarischer Immatrikulation wurde auf der Autobahn A9
angehalten und zu einer technischen Kontrolle ins Kompetenzzentrum geleitet.
Dabei stellte die Polizei ein Gerät fest, welches am Stromkreis angeschlossen war.
Diese unerlaubte Installation bei den mit Diesel betriebenen Fahrzeugen ermöglicht
es, das Abgasentgiftungssystem des Typs "AdBlue" zu deaktivieren. Das
Ausschalten des Systems diente dem Transportunternehmen dazu, Kosten bei der
"AdBlue"-Flüssigkeit einzusparen. Ohne "AdBlue" erfüllt das manipulierte Fahrzeug
die Abgasvorschriften nicht mehr. Auf dieser Grundlage wird u.a. die
Schwerverkehrsabgabe (LSVA) erhoben.
Der Transportunternehmer musste eine Bussenkaution in Höhe von Fr. 8'370.00
hinterlegen. Das Fahrzeug wurde solange stillgelegt, bis der ordnungsgemässe
Zustand wiederhergestellt war.
Verfahren eingeleitet
Die Eidgenössische Zollverwaltung leitete ihrerseits ein Verfahren wegen
Widerhandlungen gegen das Schwerverkehrsabgabegesetz (LSVA) ein. Zusätzlich
droht ein Fahrverbot für die Schweiz.
Die gesetzlich vorgeschriebene maximale tägliche Lenkzeit beträgt zehn Stunden.
Die Kontrolle ergab jedoch, dass der mazedonische Chauffeur insgesamt 14
Stunden und 48 Minuten gefahren ist. In einem Zeitraum von 24 Stunden ist eine
Ruhezeit von mindestens neun Stunden vorgeschrieben, welcher er ebenfalls nicht
eingehalten hat. Sowohl der Fahrer als auch sein Arbeitgeber wurden bei der
Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt verzeigt.


