Header Logo

Polizei

ticker

Aargau
Appenzell-Innerrhoden
Appenzell-Ausserrhoden
Basel-Landschaft
Basel-Stadt
Bern
Fribourg
Genf
Glarus
Graubünden
Jura
Luzern
Neuenburg
Nidwalden
Obwalden
Schaffhausen
Schwyz
Solothurn
St.Gallen
Thurgau
Tessin
Uri
Waadt
Wallis
Zug
Zürich
Fürstentum Liechtenstein
Automundo BannerAutomundo Banner
Canton Icon

Staatsanwaltschaft untersucht Herzchirurgie-Skandal am USZ

19.05.2026 | 12:09

Redaktion Polizeiticker Schweiz

Nächster ❯

Das Bild zeigt eine unscharfe Ansicht von Krankenhausgeräten oder Betten in einem hell erleuchteten Raum.

(Symbolbild) (Bildquelle: Adobe Stock - CStock)

Die Staatsanwaltschaft Zürich hat ein spezialisiertes Untersuchungsteam eingesetzt, um die Vorwürfe rund um die Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich strafrechtlich aufzuarbeiten.

Nach schweren Vorwürfen gegen die Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich hat die Zürcher Staatsanwaltschaft ein spezialisiertes Untersuchungsteam eingesetzt. Im Zentrum stehen mögliche Fehlbehandlungen, fragwürdige Einsätze von Medizinprodukten, Unregelmässigkeiten bei der Dokumentation sowie mehrere Todesfälle. Nun soll abgeklärt werden, ob strafrechtlich relevante Delikte vorliegen.
Am 5. Mai 2026 hat der Spitalrat des Universitätsspitals Zürich (USZ) den Bericht der unabhängigen Untersuchungskommission UK 16/20 zu den Vorkommnissen an der Klinik für Herzchirurgie des USZ im Zeitraum von 2016 bis 2020 vorgestellt. Zudem entschied der Spitalrat, bei 11 von der Kommission überprüften Todesfällen sowie 13 Einsätzen von Medizinprodukten Anzeige oder Meldung bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten.
Gestützt auf eine erste Analyse des Berichts der Untersuchungskommission sowie der bisher eingegangenen Anzeigen und Meldungen des USZ hat die Oberstaatsanwaltschaft Kanton Zürich das Team für eine strafrechtliche Aufarbeitung der Vorkommnisse an der Klinik für Herzchirurgie des USZ zusammengestellt.

Ganzheitliche Beurteilung sämtlicher Fragestellungen

Die Verantwortung übernehmen vier Staatsanwältinnen und Staatsanwälte aus den drei kantonalen Staatsanwaltschaften, die auf bestimmte Deliktsarten spezialisiert sind. Unterstützt werden sie durch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Kanton Zürich sowohl im juristischen als auch administrativen Bereich sowie Ermittlerinnen und Ermittler der Kantonspolizei Zürich.
Das Team vereint Expertise aus den Bereichen Medizinalstrafrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Beamtendelikte sowie ausgewiesene Kompetenzen in der Gestaltung und Steuerung komplexer Verfahren. Dadurch wird gewährleistet, dass sämtliche fachlichen Fragestellungen ganzheitlich beurteilt werden können. Das Untersuchungsteam wird bei Bedarf erweitert, um zusätzliche Fachkompetenzen und genügend Ressourcen sicherzustellen.
Im Zusammenhang mit der vom Spitalrat in Auftrag gegebenen Administrativuntersuchung sind bei der Staatsanwaltschaft bisher 3 Strafanzeigen wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung, fahrlässige (schwere) Körperverletzung sowie Urkundenfälschung sowie 11 Meldungen wegen mutmasslich unangemessenen Einsatzes von Medizinprodukten eingegangen.

Prüfung von Untersuchungsbericht, Anzeigen und Meldungen

Derzeit werden die eingegangenen Anzeigen, die sich gegen Unbekannt richten, sowie die Meldungen geprüft. Ergänzend wird der Bericht der Untersuchungskommission einer einlässlichen Prüfung unterzogen. Die Erkenntnisse daraus fliessen wiederum in die Bearbeitung der Anzeigen und Meldungen ein. Aufgrund der Komplexität der Materie wird die strafrechtliche Aufarbeitung Zeit in Anspruch nehmen. Die Staatsanwaltschaft muss dabei klären, ob hinreichend konkrete Hinweise auf Straftaten vorliegen, aber auch, gegen wen sich allfällige Vorwürfe im Einzelfall richten.
Quelle der Nachricht: Staatsanwaltschaft ZH

Kategorien:

Zürich
Aktuell

Nächster ❯

Falsch Parker Ad Banner
zuerich
Staatsanwaltschaft untersucht Herzchirurgie-Skandal am USZ